Dienstag, April 17, 2007

Schweiz... BALD! (21.4. - 4.5.2007)

Wer hat ihn erkannt? Nein, diesen Turm habe ich nicht in Hong Kong fotografiert... Er steht dort, wo ich die meiste Zeit meines Lebens verbracht habe - im guten alten Schaffhauserland :-) Bald ist es so weit und ich sitze im Flugzeug in Richtung Schweiz. Ich werde diesen Samstag morgens um 6.15 in Zürich ankommen. Sorry Dad, dass Du so früh raus musst :-) Ich freue mich sehr auf diese zwei Wochen. Es ist mein Ziel, viele bekannte Gesichter zu sehen und die gute Schweizer Luft zu geniessen. Was gibt es dazu noch zu sagen? Falls Du gerne mit mir einen Kaffee trinken gehen möchtest und noch kein Termin abgemacht worden ist, kannst Du Dich gerne auf meinem Schweizer Natel 078 743 26 67 melden. Ich hoffe, dass es noch funktioniert :-) Also - bis denne!

Montag, April 09, 2007

Fraser Island

Fraser Island befindet sich an der Ostküste und ist von Noosa aus in wenigen Stunden zu erreichen. Wir haben uns einer geführten Tour angeschlossen, da gewisse Punkte auf der Insel nicht ganz einfach zu erreichen sind. Die schönste Route nordwärts führt dem Strand entlang. Ohne Allradfahrzeug geht dort nicht viel - und selbst mit demselben ist es eine Herausforderung. Wenn der Strand durch umgestürzte Bäume oder Felsen versperrt ist, bleibt nur das Ausweichen ins Meer - und wer tut das seinem Fahrzeug schon freiwillig an!? Nach einer halben Stunde Strandfahrt sind wir dem Wrack der Moheno begegnet. Der Luxusliner sollte in den 30er Jahren zur Entsorgungsstätte geschleppt werden. Unglücklicherweise geriet das Schiff auf seiner letzten Reise in einen Sturm und wurde an Land gespült. Dort ist die Moheno bis heute geblieben. Anfangs wurde sie von der Australischen Armee für Sprengübungen verwendet. Heute ist sie eine Touristenattraktion auf Fraser Island. Die Insel besteht zum grossen Teil aus Regenwald. Einige rare Pflanzen sind nur noch hier zu finden wie z.B. der Riesenfarn. Er wird mehrere Meter hoch und lässt nur einmal in seinem Leben eine Frucht fallen, um sich fortzupflanzen. Interessanterweise gibt nicht viele Tierarten auf der Insel. Vom Schwimmen im Meer wird abgeraten, da es von Haien wimmelt. Dingos sind häufig anzutreffen. Vor diesen wurden wir jedoch gewarnt, nachdem die Woche zuvor ein Kind von Dingos getötet worden war. Die letzte - und schönste - Station war der Lake McKenzie. Einen schöneren Badeort müsste man zuerst erfinden! Der Sand ist weiss, das Wasser süss und absolut klar (oberstes Bild). Dies war der perfekte Ausklang des Tages - Im See sitzend ein Bier trinken! Fraser Island war vermutlich die schönste Etappe auf meiner Australienreise.

Donnerstag, März 22, 2007

Noosa

Australien ist super! Die erste Woche ist leider bereits vorbei... In Sydney angekommen, hat mich Carl vom Flughafen abgeholt und bei sich uebernachten lassen. Die Aussicht war toll! Vom Wohnzimmer aus sieht er direkt auf den Darling Harbour. Am naechsten Tag gings per Inlandflug nach Noosa an der Ostkueste. Daniel & Carine mit Kids Sophie & Joseph haben mir das Land bisher von seiner schoensten Seite gezeigt. Am ersten Tag gings mit dem Boot in die Everglades. Dies war spannend, als das Wasser nur wenige Fuss tief war und wir immer darauf achten mussten, nicht auf Grund zu laufen. Als wir an Land gingen, begegneten wir dieser Eidechse. Wie ich im Laufe der Woche feststellen musste, sind diese recht haeufig anzutreffen. Vielleicht normalerweise nicht ganz so Grosse: Dieses Exemplar war sicher 70 oder 80 cm lang! Die Everglades sind unglaublich. Unberuehrte Natur und Busch, so weit das Auge reicht. Ich habe stets nach Kaenguruhs Ausschau gehalten und schliesslich am selben Tag ein Exemplar vor die Linse gekriegt. Echt niedlich und erstaunlich kraeftig. Die Tage in Noosa sind leider viel zu schnell vorbei gegangen. Einmal war eine Wanderung angesagt, sonst viel Strand und Sonne. Es scheint, als wuerde in Australien Jedermann/-frau fischen. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen! Carine fischt leidenschaftlich gerne. Gefangen haben wir an diesem Tag nichts. Ist vielleicht auch besser so :-)

Samstag, März 03, 2007

Fotoalbum

Endlich habe ich es geschafft, ein Fotoalbum zu eröffnen! Ich werde bei Gelegenheit weitere Bilder raufladen... Ich war etwas gefrustet, dass ich von der Schweizer Gugge an der New Year's Parade 2007 in Hong Kong kein Bild erhaschen konnte. Bei der Durchsicht von Uncle Phil's Blog sprangen mich dann dafür prompt zwei einschlägige Bilder an :-) Der Link zum Fotoalbum befindet sich rechts unter "Links".

Montag, Februar 26, 2007

Welcome to the Year of the Pig!

In Hong Kong hatte ich letzte Woche das Vergnügen, zum zweiten Mal Neujahr zu feiern. Vom kulturellen Hintergrund her ist das Neujahr im Februar für die Chinesen das "richtige" Neujahr und wird im grossen Stil gefeiert. Die Geschäfte schätzen "unser" Neujahr vor allem des Vermarktungspotentials wegen und freuen sich auf gute Umsätze. Wenn es auf das chinesische Neujahr zugeht, beginnt das grosse Schmücken und Dekorieren. Viele Geschäfte sind durchs Jahr hindurch permanent geöffnet. Während des chinesischen Neujahrs jedoch findet man oft verschlossene Türen. Die Festlichkeiten dauern eine bis zwei Wochen. Der chinesische Kalender richtet sich nach Tierzeichen und wiederholt sich alle 12 Jahre. 2007 steht im Zeichen des Schweins. Hauseingänge, Auslagen in Schaufenstern und Werbungen sind nun öfters pink und zeigen Schweine. Für traditionelle Chinesen gilt während dieser Zeit ein spezieller Rhythmus. Einzelne Tage werden alleine zu Hause verbracht, andere mit Reisen oder Familienbesuchen. Auch ein Tag der offenen Tür wird zelebriert, wo unangemeldeter Besuch empfangen wird. Die offiziellen Hong Konger Feierlichkeiten sind eine zweistündige Parade sowie ein Feuerwerk über dem Hafen. Das Feuerwerk ist eine Wucht. Ich habe selten so viele Leute auf einem Haufen gesehen. Die Polizei hat ganze Strassen und die nächsten Untergrundbahneingänge gesperrt, um einen Kollaps des Verkehrsnetzes zu verhindern. Das Wetter war wolkenverhangen; dies bescherte uns gute Plätze ohne stundenlanges Warten. Im Vergleich müssen sich die Neuhauser mit ihrer Rheinfallbeleuchtung am 1. August nicht verstecken. Es war bestimmt etwas pompöser und prächtiger. Verglichen mit der Grösse der Städte (Hong Kong hat so viele Einwohner wie die ganze Schweiz) ist das jedoch ein Pluspunkt für Neuhausen! Die Parade war genial. Neben den ersehnten Drachen und Löwen war auch eine Schweizer Guggenmusik mit von der Partie. Ein Australier war entrüstet über diese Art von Kultur. Dies hat mich zum schmunzeln gebracht :-)

Mittwoch, Januar 17, 2007

Disney mal anders

Der zweite Disneybesuch kam unerwartet. Es begann mit einem Anruf von Sarah, ob ich einem Kollegen helfen könne, ein Skript auf Deutsch zu lernen. Wir trafen uns am selben Abend im Pacific Coffee zum Deutsch lernen. Boyse Holmes ist Amerikaner und Schauspieler. Bis im März ist er im Disneyland Hong Kong als Scar bei der Lion King live Show angestellt. Davor hat er eine kleine Rolle in einem Film mit Morgan Freeman gespielt. Morgan Freeman sei gut drauf und auch Halle Berry habe er schon getroffen. Er will sich nun für Lion King in Hamburg bewerben. Sarah ist Australierin und hat ein paar Jahre Deutsch gelernt. Boyse hat zuvor noch nie Deutsch gesprochen. War das ein Spass - zumindest für mich :-) Boyse hat ziemlich gelitten, ist doch das Skript aus Lion King recht blumig geschrieben. Ich hatte nicht erwartet, dass Worte wie "krabbeln" oder "flüstern" Zungenbrecher sein können. Ich weiss nun, dass sie es sein können :-) Ich habe ihm alle Sätze auf ein Diktiergerät gesprochen, um ihm bei der Aussprache zu helfen. Angestellte bei Disney können Kollegen gratis in den Park mitnehmen. Diese Regelung gefällt mir sehr gut. Eigentlich wollten wir Boyse live spielen sehen. Leider war er allerdings auf standby eingeteilt worden und musste an diesem Tag nicht einspringen. Wir sahen Lion King aus der ersten Reihe. Dank Boyse neben uns kam bestimmt jeder der Schauspieler einmal in unsere Richtung fuer einen Handshake. Der Parkbesuch war toll und wir hatten eine Menge Spass. Im Park stellte Boyse uns Brenda vor, die ebenfalls eine Rolle für Hamburg lernen will. Nunja, auch der Eintritt wollte verdient sein :-) Bei einem weiteren Kaffee beschäftigten wir uns mit ihrem Skript. Dies dauerte allerdings nur eine knappe halbe Stunde. Auch das obligate Feuerwerk um acht Uhr abends über dem Schneewittchen-Schloss durfte nicht verpasst werden. Ich staune immer wieder, dass sie dieses täglich abbrennen. Es ist etwa 10 Minuten lang und wirklich schön. Ich bin gespannt, ob ich wieder mal zum Deutsch lernen angefragt werde :-)

Dienstag, Januar 02, 2007

Guets Neus!

Dass ein Neujahr in Hong Kong anders sein wuerde, habe ich erwartet. Ueber ein paar Dinge habe ich mich aber dennoch gewundert... Das neue Jahr wurde auch hier problemlos erreicht. Ein Unterschied liegt wohl darin, dass zwei Neujahre gefeiert werden. Zum fuer uns ueblichen Neujahr wird das chinesische Neujahr Mitte Februar zelebriert. Wir haben hier die Moeglichkeit auszuwaehlen, ob wir Weihnachten - Neujahr frei moechten oder das Chinesische Neujahr bevorzugen. Ich haette lieber Weihnachten - Neujahr frei gehabt, habe diese Idee dann aber aus Arbeitsgruenden wieder verworfen. Die Neujahrsfeier war schoen und besinnlich. Auch Gaumenschmaus und Rueckblick durften nicht fehlen. Es ist erstaunlich, was ich in 9 Monaten Hong Kong an Eindruecken gewonnen habe. Am Neujahrsmorgen habe ich geholfen, einen Lastwagen zu entladen. Beute: Eine Wohnungseinrichtung inklusive BOSE Soundssystem. Der Empfaenger der Anlage darf sich freuen. Spaeter sind wir dann zu einer Wanderung auf unseren Hausberg aufgebrochen. Ein Weg, der den Namen Weg verdient, besteht nicht. Es handelt sich mehr um einen Trampelpfad, der bei Regen auch als Bachbett dient. Die steile Route ist in etwa 1.5 Stunden zu bezwingen. Erstaunlich war, dass an diesem Neujahrstag um die 25 Grad herrschten und wir beim Wandern zuenftig ins Schwitzen gekommen sind. Spassig war eine Gruppe Chinesen, die auf der selben Route unterwegs waren. Sie kamen uns entgegen, als wir beinahe den Gipfel erreicht hatten. Nach einer Pause mit ausgedehntem Picknick gingen wir wieder talwaerts. Nicht weit entfernt begegneten wir wieder derselben Gruppe und mussten auf dem schmalen Pfad zum Ueberholen ansetzen. Sie waren vom Outfit her schlecht auf die Wanderung eingestellt und kamen nur sehr langsam voran. Als wir unten angekommen waren, befanden sie sich noch immer auf halber Hoehe. Tuepfelchen auf dem i war aber das Wetter. Am Abend habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich bemerkte, dass ich mir den Nacken verbrannt hatte! Lassen wir uns ueberraschen, was das neue Jahr so zu bieten hat!

Donnerstag, Dezember 21, 2006

Efficient-Sightseeing

Letzte Woche hatte ich zum dritten Mal dieses Jahr das Vergnügen, Besuch aus der Schweiz zu begrüssen. Christine verbrachte 6 Wochen in Australien und machte auf dem Rückweg in die Schweiz einen 2tägigen Zwischenstopp in Hong Kong. Der Regen stoppte genau für diese Tage und auch die Temperaturen waren angenehm. Der erste Tag stand im Zeichen von Efficient-Sightseeing. Das schöne an unserer Organisation ist, dass immer ein paar Leute da sind, die Hong Kong erkunden wollen. So brauchten wir Hamish aus Neu Seeland nicht lange zum Mitkommen zu überreden. Der Morgen begann mit meinem bevorzugten Ziel, dem Stanley Market. Nach dem Mittagessen folgte Aberdeen mit gediegener Bootsfahrt. Von Aeberdeen aus nahmen wir eine Fähre zum Central, wo die 800m lange Rolltreppe hinauf in die Midlevels startet. Auf etwa halber Höhe der Rolltreppe war ein Besuch im Krispy Kreme Doughnut-Shop angesagt. Nächstes Ziel war der zoologische Garten, gefolgt von einem Drink am Fusse des Lippo-Towers. Um 8 Uhr abends betrachteten wir die Lichtshow am Central, bei der die Häuser der Skyline einzeln vorgestellt und im Takte von klassischer Musik beleuchtet werden. Letzte Station war der Nachtmarkt an der Temple Street, den kein Besucher verpassen darf, gefolgt von einer (meiner Meinung nach) kultigen Heimfahrt in einem der roten Minibusse. Sowohl Reisegeschwindigkeit als auch Unterhaltungsmusik sind je nach Fahrer (oder Laune des Fahrers) unterschiedlich. Die Busse werden auf privater Basis betrieben und operieren äusserst umsatzorientiert. Brüske Stopps an unübersichtlichen Orten oder kurze Wartezeiten am Strassenrand sind üblich, sofern ein paar Dollar dazuverdient werden können. Ich werde wohl nie die eine Fahrt vor etwa einem Monat vergessen, wo ich in einem solchen Bus im Schneckentempo mit laut schriekenden Bee Gee's Songs nach Kowloon gefahren wurde. Der zweite Tag stand im Zeichen der Insel Lantau Island, die zum wandern, lecker essen und ausspannen einlädt. Wir haben in kurzer Zeit viel gesehen und hatten eine gute Zeit. Vielen Dank für den Besuch!

Mittwoch, Dezember 06, 2006

Einbruch

Solange die Zahl positiver Geschehnisse ueberwiegt, kann auch mal ein Rueckschlag verkraftet werden. Aber schoen der Reihe nach. Am Samstag hatte ich das Vergnuegen, mit unserem Fair-Trade Verkaufsladen an einer Schulmesse mit dabei zu sein. Bei der Schule handelt es sich um die German Swiss International School - wieso ich dafuer auserkoren wurde, laesst sich schnell erahnen :-) Die Messe war gut - sowohl die Umsaetze als auch die Verpflegung (Bratwurst, Raclette und Bier) haben gestimmt. Der zweite Lichtblick ist Tim Smith, der in 4 Monaten mit dem Velo von London nach Hong Kong geradelt ist. Er kam am letzten Montag bei uns an. Um die 8370 Km gebuehrend zu feiern, hat sich unsere Jogginggruppe entschlossen, ihn auf der letzten Etappe zu begleiten. Ziel war unser Standort, wo Reporter von 3 Tageszeitungen auf seine Ankunft warteten. Heute ist zudem ein Liveinterview im Fernsehen angesagt. Die Velotour hat Spass gemacht und ich bin in der Zeitung beinahe zu erkennen. Ich hatte das Vergnuegen, in unserer Formation in zweiter Position zu fahren. Nur hat Tim mich auf dem Zielfoto verdeckt... Doh! Als der Velozauber zu Ende war, haben wir die Bescherung entdeckt: Der Save in meinem Buero war aufgebrochen worden. Zudem wurde ein (leider brandneuer) Laptop gestolen. Die Diebe sind mit groben Geraet an die Sache gegangen. Da der Save ziemlich voll ist (leider mehr mit Papierkram als mit Spenden) wanderte der Umsatz von der Schulmesse ins erste Fach und fiel den Dieben zum Opfer. Nachdem uns die Polizei befragt hat und Fingerabdruecke genommen hat, musste ich noch meine Fingerabdruecke geben. Gluecklicherweise nur fuer den Vergleich. War eine witzige und zugleich interessante Erfahrung. Glueck im Umglueck kann man sagen - haetten die Gauner das rechte Fach geknackt, waeren sie an unser ganzes Bares gekommen und haetten nicht nur den Trostpreis erhalten. Dies ist meine kleine Genugtuung :-)

Mittwoch, November 22, 2006

Besuch!

Freude herrschte, als sie auf dem Flughafen ankamen und vergeben die Verspätung, die uns ein platter Reifen auf der Autobahnbrücke beschert hatte. Die sogleich neben dem Auto erschienenen Sicherheitsleute wollten uns gebührenpflichtig von der Brücke entfernen. Nach gutem Zureden liessen sie uns den Reifen vor Ort wechseln. Nein, besser! Sie wechselten den Reifen für uns und verzichteten auf die Gebühr. Das ist ein beachtlicher Service public! Das Ferienprogramm war dicht und keine Sehenswürdigkeit wurde ausgelassen. Am Montagabend war Raclette für 12 Personen angesagt. Mit nur einem Ofen wurde es ein gemütlicher Abend. Viele hier kennen Raclette und Fondue nur vom Hörensagen. Mit Original Schweizer Käse aus Mutter's Gepäck machte es doppelt Spass! Auch die mitgebrachte Schokolade findet reissenden Absatz. Das erste Bild ist in Aberdeen entstanden, wo wir auf einer gemütlichen Sampanrundfahrt im Hafen unterwegs waren. Der Preis für die halbstündige Fahrt ist Verhandlungssache und für Touristen viel zu hoch angesetzt. Nach einigem Handeln und über 100% Rabatt gings schliesslich los. Von Aberdeen aus nahmen wir dann die Fähre nach Lamma Island. Das zweite Bild zeigt die Jungs in Macau vor der St. Pauls Kirche, oder, was von ihr übrig geblieben ist. Ein Feuer hat vor langer Zeit den grössten Teil der Kirche zerstört. Auch Ziele wie Stanley, Victoria Peak, Central, Kowloon, Lantau Island und Tuen Mun standen auf dem Programm. Obwohl ich schon einige der Ausflugsziele gsehen habe, war es schön, nochmals hinzugehen. Die Temperaturen waren für Hong Kong angenehm, wenn auch für Schweizer Verhältnisse immer noch schön warm bis heiss. Besonders hat es mich gefreut, das halb eingerostete Schweizerdeutsch wieder einmal gebrauchen zu können. Danke für den Besuch! Das nächste Wiedersehen wird vermutlich erst wieder in der Schweiz sein...

Freitag, Oktober 27, 2006

Stanley

Stanley Market ist mein liebstes Ziel in Hong Kong. Da ich dies von Zeit zu Zeit erwaehne, wollte man mir schon den Uebernamen Stanley geben. Zum Glueck ist es beim Wollen geblieben :-) Stanley ist bekannt fuer guenstiges Shopping sowie (bei unseren Leuten) fuer das deutsche Restaurant "King Ludwig Beerhall" mit urchiger Oktoberfestmusik und Bier. Auf der Karte ist sogar Appenzeller Quoellfrisch zu finden; leider war es bei unserem Besuch ausverkauft. Die Fahrt nach Stanley betraegt knapp zwei Stunden und ist fuer sich ein Erlebnis. Vom Central aus windet sich eine erstaunlich kurvige Strasse den Huegel hinauf. Der Doppelstoeckerbus meistert das zuegig und problemlos. Auf dem Weg dorthin ziert ein Feng-Shui Gebaeude den Strassenrand. Das Loch in der Mitte wurde fuer den Drachen, der angeblich im Berg dahinter lebt, konstruiert. Er habe damit weiterhin freie Sicht auf das Meer und koenne bei Bedarf durch das Loch durchfliegen. Dies halte ihn bei Laune. Drache hin oder her, das Gebaeude ist sehenswert! Beim Stoebern in den kleinen Gaesschen hat uns der Herr auf dem unteren Bild in eine interessante Diskussion verwickelt. Er hat uns auf die Gefahren des Materialismus aufmerksam gemacht und uns gebeten, unser Leben sinnvoll uns nicht nur zur Befriedigung unseres Egos einzusetzen. Diese Aufforderung war fuer uns insofern witzig, als er es mit 6 Leuten eines Hilfswerks zu tun hatte, die ohne Lohn arbeiten. Nach einem Strandbesuch, gediegenem Mittagessen im indischen Restaurant, ausgedehntem Shoppingstreifzug und anschliessendem gemuetlichem Abendbier im King Ludwig (die Aussicht auf den Hafen bei gediegener deutscher Schunkel- und Marschmusik ist ein Erlebnis!) machten wir uns schliesslich wieder auf den Heimweg. Besonderer Aufsteller am Abend war fuer mich die Aussage eines Amerikaners, der Stanley zum ersten Mal gesehen hat. Er hat gemeint, dass er nun verstehe, warum der Stanley Market mein liebster Ausflugsort sei. Danke, Ian! Leider wird er uns am Montag verlassen. Nach reiflicher Ueberlegung ist er aber zum Schluss gekommen, dass er in zwei oder drei Monaten wieder nach Hong Kong kommt! Freude herrscht!

Dienstag, Oktober 10, 2006

Tagaytay

Letzte Woche besuchten wir eine Konferenz auf den Philippinen. Die Phillipinen sind knapp zwei Flugstunden von Hong Kong entfernt und ein krasser Gegensatz zu Hong Kong und der Schweiz. Von Manila bis Tagaytay sinds nochmals zwei Busstunden. Busstunden sind relativ; der Verkehr in Manila ist extrem zäh. Neben dem Flughafen erstreckt sich ein grosses Slumgebiet, jemand sprach vom zweitgrössten der Welt. Die Armut ist offensichtlich und nach Gesprächen mit Philippinos hat sich der Eindruck bestätigt. Viele versuchen ihr Glück in Hong Kong. Ich habe von einer Frau gehört, die ihren Job als Buchhalterin auf den Philippinen aufgegeben hat um als Haushaltshilfe in Hong Kong zu arbeiten. Sie verdient dort viel mehr. Oft wird ein grosser Teil nach Hause geschickt, damit die Kinder ausgebildet und ein Haus gebaut oder umgebaut werden kann. Dies wird manchmal aber auch ausgenützt. Jemand hat erzählt, wie der Ehemann das Geld zum Spielen und Trinken verwendet hat und nebenher eine Freundin gehabt hat, während die Ehefrau in Hong Kong Geld verdient hat. Viele sind arbeitslos. Ausbildung ist nicht selbstverständlich und Jobs Mangelware. Die Familien sind meist kinderreich und das Geld knapp. Ein 19jähriger hat mir erzählt, dass er aus finanziellen Gründen mit der Ausbildung warten muss, bis sein älterer Bruder damit fertig ist. Wenn alles gut geht, kann er in ein oder zwei Jahren damit beginnen. Die Konferenz war sensationell: Lehrreich sowie gespickt mit interessanten Leuten und positiven Erfahrungen. Da am Tag vorher ein Taifun vollgas über die Philippinen gefegt war, war zwei Tage lang nur wenig Strom von einem Generator verfügbar. Dies ist Luxus; normalerweise ists einfach dunkel. Geduscht wurde kalt bei Kerzenlicht, kein Strom zum Heizen. Immerhin Wasser. Am Donnerstag Nachmittag war ein Ausflug zum Taal, einem aktiven Vulkan, angesagt. Die Natur ist atemberaubend. Leider machen Terroristen das Land unsicher und behindern den Tourismus. Kulinarischer Höhepunkt war Balut. Balut ist wohl kaum jedermanns Sache. Ich würde es als interessante Erfahrung bezeichnen. Für Details bitte nach Balut googeln :-)

Freitag, September 15, 2006

Disneyland

Disneyland Hong Kong ist amuesant. Vor einer Woche haben wir unseren freien Montag dort verbracht. Am besten vor dem Betreten den Kindermodus einschalten und los gehts... Es ist erstaunlich, wie viel Wert aufs Details gelegt wird. Es beginnt damit, dass das Disneyworld eine eigene Undergrundbahnlinie erhalten hat. Beim Betreten des Zuges faellt auf, dass die Zugfenster und Haltegriffe in Mickeyform konstruiert wurden. Ueberall im Park sind Lautsprecher angebracht und an jeder Ecke ist Disneymusik zu hoeren. Auf der Hauptstrasse fahren wenige alte Autos und Busse herum und eine Acapella-Gruppe im Stile der 30er Jahre hat die Leute unterhalten. Echt gelungen. Einen Vergleich zum uns Schweizern wohlbekannten Europapark kann ich mir nicht verkneifen: Eine gewisse bis grosse Aehnlichkeit ist nicht zu leugnen. Waehrend der Europapark jedoch meiner Meinung nach mehr Wert auf Achterbahnen legt, machts Disney mit Ambiance und Liveperformances. Die Liveshow von 'Lion King' ist echt sehenswert und die am Nachmittag abgehaltene Disneyparade ist gute Unterhaltung. Spektakulaer ist das Schloss von Schneewittchen. Jeden Abend nach Einbruch der Dunkelheit wird ein Feuerwerk rund um das Schloss abgefeuert, mit Licht- und Musikunterstuetzung. An 'ooh' und 'aah' Rufen hat es nicht gemangelt und das mit recht. Es war ein gelungener Ausflug, der wiederholt werden sollte. Es ist jedoch nicht nur die Atmosphaehre, die einen schoenen Tag beschert. Die Begleitung macht den groessten Teil aus. Als Gruppe von sechs Leuten aus ebensovielen verschiedenen Laendern mangelt es selten an Gespraechsstoff. Besonders interessant sind die kleinen kulturellen Feinheiten. Dies jedoch mehr in Bezug auf die Hong Konger Bevoelkerung. In Hong Kong ist es ueblich, auf Bildern breit grinsend mit dem Victoryzeichen zu posieren. Dies ist nicht nur fuer Schweizer Verhaeltnisse witzig, auch in Neu Seeland, Suedafrika, Frankreich, Kasachstan und England findet man das herzig.

Freitag, September 01, 2006

Den Armutszyklus durchbrechen

In Zambia herrscht Armut. In Ndola beispielsweise sind 85% der Bevoelkerung arbeitslos. Als die Kupferminen privatisiert wurden, verloren Tausende ihre Jobs. In vielen Kulturen bedeutet Arbeit zu haben nicht nur Essen und Wohnen. Es geht vielmehr um Wuerde, Hoffnung und Lebensinhalt. Eine so hohe Arbeitslosigkeit hat enorme soziale und wirtschaftliche Konsequenzen. Vielerorts gibt es keine Sozialversicherungen oder sie greifen nicht. Um nicht zu verhungern, greifen einige zu teils grotesken Mitteln. In der Umgebung von Ndola werden nachts manchmal frische Graeber gepluendert, um an die neuen Anzuege zu gelangen, in denen die Toten bestattet wurden. Diese werden dann zu einem angemessenen Preis verkauft. Solche Geschehnisse zeugen von grossen gesellschaftlichen Problemen und Hoffnungslosigkeit. Vor einiger Zeit bat uns eine Organisation aus dieser Stadt um Hilfe. Sie haben sich zur Aufgabe gemacht, Arbeitslose in prekaeren Verhaeltnissen beruflich auszubilden und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Sie baten uns um Geraete wie Werkzeuge, Werkbaenke, Naehmaschinen, Computer usw. Viele dieser gebrauchten Dinge moegen bei uns als ausrangiert und ueberholt gelten. In Staedten wie Ndola haben sie jedoch das Potenzial, Leute aus der Armut herauszufuehren. Einige Zeit spaeter verliess ein Container Hong Kong in Richtung Zambia. Wie wertvoll diese Lieferung fuer die Empfaenger war, zeigt ein Auszug der Antwort, die wir einige Wochen spaeter erhalten haben: "For you, this might have been another container needing packing. For us, it has been a life changing container... On behalf of all the beneficiaries in Zambia, I thank you a million times."

Sonntag, August 20, 2006

LAN Games

Ein bisschen Spass muss sein... Auch in Hong Kong kehrt irgendwann Routine ein und die Arbeitstage beginnen sich zu wiederholen. Da tut eine ausgedehnte Gamesession doppelt gut! Zu meinem Bedauern sind diese Events etwas spaerlich gesaet - immerhin werden diese so nicht zur Routine! Die Internetabteilung bietet ideale Voraussetzungen fuer's LAN Gamen. Bei einem Grossandrang werden zusaetzlich Laptops installiert. Der bisherige Teilnehmerrekord liegt bei 12 Personen. Snacks, Fastfood und vorwiegend aus maennlichen Hirnwindungen entsprungener Schabernack (wer haette das gedacht...) sorgen fuer abendfuellende Unterhaltung. Es duerfte sich von selbst verstehen, dass die fast taeglich Nachtschicht arbeitenden Personen freiwillig einen Abend frei nehmen, wenn eine LAN Session angekuendigt ist. Ich muss gestehen, ich wuerde dann auch nicht arbeiten wollen. Unsere Bedenken dabei sind von ganz anderer Natur. Uns wird es mulmig, wenn einer unserer Portugiesen mit von der Partie ist (nein, es ist nicht einer der Herren auf dem Bild). Computerspiele sind seine Leidenschaft und es vergeht kaum ein Abend, an dem er nicht trainiert. Zwar sind die Chancen auf einen Sieg gut, wenn man in seiner Gruppe mitzockt. Meistens werden die Gruppen bei seinem Erscheinen aber so verteilt, dass das gegnerische Team zwei oder drei Personen zusaetzlich erhaelt. Fuer Fairness wird auch hier gesorgt. Vielleicht sollte noch folgendes erwaehnt werden: Es besteht durchaus die Moeglichkeit, sich von extern bei einer Gamesession einzuklinken. Bei Interesse einfach melden :-)

Freitag, August 04, 2006

1. August

Der 1. August ist in Hong Kong kein Feiertag. Trotz der fuer uns Schweizer ungewohnten Ausgangslage hat der Tag mit einem Austeller begonnen. Kate, fruehmorgens in der Buerokueche angetroffen, hat ausgerechnet an diesem Tag ein rotes T-Shirt mit einem Schweizerkreuz getragen, das sie bei einem Besuch in der Schweiz gekauft hat. Schlichter Zufall, wie sich spaeter herausstellen sollte. Diese Begebenheit hat schnell die Runde gemacht und der 1. August ist innert weniger Stunden bei unseren Leuten zum Begriff geworden. Bereits ein paar Tage zuvor waren wir beim Joggen auf den 1. August zu sprechen gekommen. Bald war klar, dass der Tag gebuehrend gefeiert werden muss. Als Hauptgericht kam fuer mich nur Zuercher Geschnetzeltes mit Roesti in Frage. Interessant wurde es, als sich Marie Ange aus Frankreich waehrend des Essens fuer einen kurzen Besuch in unserer Wohnung einfand und sich darueber wunderte, warum nicht ein typisch schweizerisches Gericht auf dem Tisch stand. Vielmehr handle es sich dabei um eine franzoesische Spezialitaet, besser bekannt als 'Crèpe de pommes de terre et boeuf aux champignons à la crème'. Ihren Ausfuehrungen nach stamme die beste Version von ihrer Grossmutter (immerhin hat mein Geschnetzeltes die Note 'parfait' erhalten). Wir haben uns ueber die Herkunft des Gerichts bis heute nicht einigen koennen. Interkultureller Austausch ist spannend und stellt manchmal Dinge in Frage, die selbstverstaendlich und bestaendig scheinen. Geschmeckt hat es dennoch allen und die herzhafte Rahmsauce (Gruss an U. aus SG :-) war ein Anreiz fuer die Anwesenden, unsere Joggingtradition weiter zu fuehren. Zentraler Punkt der Feier war ein kurzer geschichtlicher Rueckblick auf die Entstehung der Eidgenossenschaft und den Ruetlischwur. Feuerwerk gab es an diesem Tag in Hong Kong leider keins. Wie die Schweizer Zeitungen berichteten, war dies jedoch auch in Teilen der Schweiz der Fall. Die Stimmung war gut und die Leute bewiesen gutes Sitzleder. Anlaesse wie dieser helfen, die weit entfernte Heimat in die gute Stube zu holen. Und dies tut gut.

Samstag, Juli 22, 2006

Waisenhaus

Am vergangenen Montag haben wir ein chinesisches Waisenhaus besucht. Es befindet sich etwa eine Dreiviertelstunde von der Hong Konger Grenze entfernt. Es handelt sich um ein Waisenhaus fuer Kinder mit speziellen Beduerfnissen. Der Begriff 'spezielle Beduerfnisse' ist recht weit, in vielen Faellen handelt es sich um kleinere optische Behinderungen oder psychische Schwaechen. Oft zu sehen waren operierte oder nicht operierte Hasenscharten. Ziel des Besuchs war es, Zeit mit den Kindern zu verbringen und ein paar Stunden fuer sie da zu sein. Das Waisenhaus ist noch nicht vollstaendig eingerichtet und das grosszuegige Gebaeude wirkt recht leer. Laufend kommen Kinder hinzu und bald soll die Institution etwa 200 Kinder beherbergen. Da unser Besuch an einem Montag stattgefunden hat, waren nur etwa 30 Kinder (ca. 2- 5jaehrig) anwesend. Dies war fuer uns 12 Besucher jedoch mehr als ausreichend. Das Personal ist ausschliesslich weiblich und Besuch nicht sehr haeufig. Die Resonanz auf unser Auftauchen war sehr gut. Wir hatten alle Haende voll zu tun, mit den Kindern zu spielen oder einfach Zeit fuer diejenigen Kinder zu haben, die es am meisten gebraucht haben. Waehrend viele mit Spielen beschaeftigt waren, haben einige der Kinder explizit (wenn anfangs auch sehr scheu) den Kontakt zu uns gesucht und wollten einfach nur gehalten werden. Einige wirkten traurig und waren weit von einem Lachen entfernt. Das Schicksal dieser Kinder hat mich tief bewegt. Nicht nur, dass manche der Kinder mit Behinderungen leben muessen. Schlimmer ist es, in einer Institution zu leben, weil die Eltern nicht mehr leben oder diese die Kinder weggegeben haben. Sie muessen ohne die Geborgenheit und Sicherheit der Eltern aufwachsen. Kinder mit speziellen Beduerfnissen koennen zudem nur sehr schwer adoptiert werden. Dieser Gedanke hat mir zu schaffen gemacht. Der Junge auf dem untersten Bild ist den halben Nachmittag nicht von mir gewichen und es hat einige Zeit gebraucht, ihn zum Lachen zu bringen. Dieser Besuch war eine meiner bisher eindruecklichsten Erfahrungen und wir hoffen alle, in ein paar Wochen wieder hinzugehen!

Montag, Juli 10, 2006

Der erste Besucher

Wer freut sich nicht ueber Besuch!? Noch erfreulicher ist ein Besuch, wenn er in Uebersee und unverhofft stattfindet. Nach bald drei Monaten Hong Kong war ich froh, ein Schweizer Gesicht zu sehen und das langsam einrostende Schweizerdeutsch hervorzukramen. Nach einem kurzen Marsch durch die Stadt stand der Nachtmarkt an der Temple Street auf dem Programm, ein Muss fuer jeden Hong Kong Besucher! Preise sind dort meist verhandelbar und von der Uhrenkopie ueber Kleider bis zu Accessoires ist alles zu finden. Spaeter ging es weiter in ein kleines, typisches Hong Kong Restaurant. Wie ich kuerzlich erfahren habe, werden diese uebersetzt 'Loch in der Wand' genannt. Spaetestens nach dem ersten Restaurantbesuch wird klar, wieso. Platz ist Mangelware und entsprechend sind auch die Parzellen fuer Geschaefte aufgeteilt. Ausnahmen bilden meist Boutiquen von Nobelmarken, bei denen der Preis fuer die Miete weniger eine Rolle zu spielen scheint. In besagtem Restaurant reizte mich ein kulinarisches Experiment. Nach einigen Kommunikationschwierigkeiten lag er schliesslich gebraten auf einem Nudelbett vor mir - der Frosch. Es mag vielleicht nicht so klingen, der Quaker war jedoch ausgesprochen lecker und errinnerte vom Geschmack her an Huehnchen. Ein Raetsel bleibt - Frosch soll fuer Frauen besonders gesund sein. Wieso konnte mir bisher leider niemand sagen. Am Sonntag reichte es nochmals fuer ein Treffen in einem Pub, dann rief auch schon bald wieder der Flughafen. Danke fuers Vorbeischauen! :-)

Donnerstag, Juni 29, 2006

Hunde, Sport und Sushi

Unsere drei Hunde sind ernsthaft zu beneiden. Den lieben langen Tag faul herumliegen und gestreichelt werden - das ist ein Hundeleben! Duchess, unsere Diva, ist zudem bekannt fuer ihre grotesken Schlafpositionen. Sie weiss stets, wann und wo die meisten Streicheleinheiten zu ergattern sind und wie man sich in Szene setzt. Etwas oberhalb des Areals befindet sich ein schoener Panoramaweg. Zwei- bis dreimal pro Woche ist Jogging angesagt. Dies ist nicht nur ein idealer Ausgleich zum Bueroalltag, es reduziert zudem die Nebenwirkungen von Enalas Kochkuensten (sie hat in Zambia in einem 5-Sterne-Hotel gekocht). Die Kerngruppe besteht normalerweise aus 4 Leuten (England, Suedafrika, Kasachstan, Schweiz) und einem Hund (Duchess). Seit kurzem sind zudem zwei junge Texanerinnen mit von der Partie. Nebenbei: Ich muss mich dafuer entschuldigen, moeglicherweise fuer ein neues Clichee ueber die Schweizer verantwortlich zu sein. Waehrenddem wir international fuer Schokolade, Raclette und Jodeln bekannt sind, haben wir nun zudem auch muskelbepackte Kampfwaden. Schliesslich hat es in der Schweiz Berge. Nachdem mir ein Herr in den Vierzigern kuerzlich gestanden hat, dass er mich um meine sportlichen Waden beneidet und eine Joggingkollegin einen Wadenvergleich fotografisch fuer ihre Kollegen in Texas festhalten wollte, kann daran wohl kaum mehr gezweifelt werden! Kulturelle Unterschiede sollen das Leben ja bekanntlich spannend machen - anstelle von Waden denke ich da aber lieber an Sushi. Ein paar Minuten mit dem Bus entfernt befindet sich ein japanisches Einkaufszentrum, das unter anderem leckeres Sushi verkauft. Freude herrscht!

Donnerstag, Juni 15, 2006

Fussballfieber

Das Fussballfieber hat Hong Kong fest im Griff. Fast jeden Abend sind ein paar Leute unterwegs, um sich die Spiele im Fernsehen anzusehen. Im Pub gegenueber wird oft im voraus ein Tisch reserviert. Die WM ist noch etwas spannender als sonst, da wir ein bunt gemischter Haufen aus verschiedensten Herkunftslaendern sind. Ich bin zwar der einzige Schweizer hier - nichtsdestotrotz haben sich fuer das Spiel Schweiz-Frankreich ein paar Leute maechtig ins Zeugs gelegt! Freude herrschte und fuer gute Laune war gesorgt, auch wenn der Anpfiff erst um Mitternacht war. Als am Angefressensten sind vermutlich unsere Englaender zu bezeichnen, die kaum ein Spiel verpassen. Auch Australien steht hoch im Kurs. Einige bibbern allerdings bei dem Gedanken, gegen Brasilien anzutreten. Dies ist vermutlich sogar berechtigt. Lassen wir uns ueberraschen, wie's weitergeht - der Spiele sind noch viele!