Dienstag, Juni 19, 2007

History Museum

Eigentlich wollte ich dem Hong Kong Museum of History schon seit ewiger Zeit einen Besuch abstatten. Heute ist wieder einmal ein offizieller Feiertag und somit Arbeitsfrei - die perfekte Gelegenheit für einen Museumsbesuch! Nach zwei 6-Tage Wochen kommt mir das verlängerte Wochenende mehr als gelegen! Das Museum befindet sich in Tsim Sha Tsui und ist sehenswert. Der Eintrittspreis von CHF 1.50 ist mehr als fair; es wird viel dafür geboten! Das Museum ist in 8 Galerien eingeteilt. Es startet mit der Enstehung der Gebirge und Landschaften. Weiter gehts mit Höhlenbewohnern, Grabfunden und Werkzeugen. Alle paar Stunden wird eine Führung angeboten. Da offensichtlich niemand an der Führung interessiert war (das Museum war zudem fast menschenleer), kriegte ich eine Privatführung. Déjà-Vu! Dasselbe ist mir doch schon in Sydney passiert?! Weitere Themen der Ausstellung sind die verschiedenen Epochen, Lebensstile und Sitten, Industrie, filmisches Schaffen (z. B. Bruce Lee und Jackie Chan) sowie Hong Kongs Besetzung und Rolle im 2. Weltkrieg. Am Besten gefallen mir die Teile über den Opiumkrieg mit England, die Japanische Besetzung und der wirtschaftliche Aufschwung. Bild 3 zeigt, wie die Chinesen ein Vermögen in Form von englischem Opium zerstören. England importierte viele Güter aus China. China war jedoch an englischen Importen nicht interessiert. England baute darum Opium in Indien an und schiffte es nach China, wo es schnell viele Abnehmer fand. Dies war den Chinesen ein Dorn im Auge und Widerstand war vorprogrammiert. England startete den Opiumkrieg, in dem die Chinesen schliesslich unterlagen. Im 2. Weltkrieg hielten die Japaner Teile Chinas besetzt, so auch Hong Kong. Viele wurden in dieser Zeit nach China deportiert. Japan kapitulierte schliesslich 1945 nach den zwei Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Später wurde "Made in Hong Kong" zum Markenzeichen von günstiger Produktion. Hong Kong hat sich in der Zwischenzeit zur Dienstleistungs- und Finanzmetropole entwickelt und zählt gleich viele Einwohner wie die Schweiz. Respekt!

Dienstag, Mai 29, 2007

Abend in Tsim Sha Tsui

Freude herrscht in Hong Kong! Zumindest momentan bei mir. Gründe dafür gibt es viele! Die Vorbereitungen für die Revision der Jahresrechnung sind abgeschlossen. Ab nächstem Montag gilt es ernst und wir werden sehen, wie die Revisoren in Hong Kong vorgehen. Die Buchhaltungsaufgaben in unserer Organisation sind im letzten Jahr stetig gewachsen - nur die Anzahl Hilfen in der Buchhaltung leider nicht. Dies hat sich vor drei Wochen nun geändert! Erstens ist Daniel mit Familie aus Sydney nach Hong Kong zurückgekehrt. Er hat bei den Revisionsvorbereitungen mitgeholfen und bewirkt, dass wir mit den Vorbereitungen sogar schon vor dem Termin fertig geworden sind. Zweitens ist Matt, ein Buchhaltungsstudent aus Amerika, für 3 Monate bei uns im Büro. Er macht ein Praktikum und ist natürlich sehr willkommen :-) Ich bin gespannt, wie sich mein Alltag und Aufgabenbereich durch die Unterstützung verändern wird. Ein weiterer Grund zur Freude ist David aus der Schweiz, der zwei Wochen in Hong Kong verbracht hat. Es ist einfach schoen, sich in seiner Muttersprache unterhalten zu koennen. Besonders im Ausland! Wir haben diese Woche einen abendlichen Streifzug durch Tsim Sha Tsui unternommen. Matt, unser Praktikant, war ebenfalls mit von der Partie. Ziel waren der Nachtmarkt an der Temple Street und sonstige Einkaufsmöglichkeiten. Souvenir Shopping war angesagt. Beim Nachtessen ist mir eine chinesische Eigenart aufgefallen, die ich schon lange einmal bloggen wollte. Während in westlichen Restaurants stets Servietten mit dem Besteck gereicht werden, findet man hier in den kleinen lokalen Restaurants oft eine Rolle Klopapier auf dem Tisch. Dies scheint anfangs vielleicht etwas ungewohnt und bedarf einer gewissen Akklimatisierung. Ich liebe die unkomplizierte Art sehr und muss mir immer wieder vor Augen rufen, dass der simple Weg oft eine gute Alternative ist!

Samstag, Mai 19, 2007

Durian Party

Bald schon wieder vorbei... die Durian Saison! http://de.wikipedia.org/wiki/Durian Was gibt es dazu noch zu sagen? In Malaysia und Thailand sind Durian eine Delikatesse. Auch in Hong Kong werden sie vielerorts angeboten. Lin aus Malaysia hat oft von der Stinkfrucht geschwärmt. Die Durian wird normalerweise beim ersten Verzehr - gelinde ausgedrückt - nicht als wohlschmeckend empfunden. Ich kann dies bestätigen. Wir haben den Geschmack einer reifen Durian als Vanillecrème mit Zwiebeln definiert. Der Odeur eines gereiften Exemplars lässt die Augen tränen oder Leute im Supermarkt umherschnuppern. In Malaysia sind sie in der U-Bahn und in den meisten Hotels nicht erlaubt. Auch dürfen sie nicht als Handgepäck ins Flugzeug mitgenommen werden. Werden Durian im Laden angeboten, bemerkt man das sofort. Das letzte Mal, als wir Durian gekauft haben, habe ich die Verkäuferin gebeten, das Fruchtfleisch in mindestens zwei Plastiksäcke einzupacken. Wir mussten sie in den Bus mitnehmen. Der Geruch ist aber selbst durch die Plastikschichten gedrungen. Aber nun zum guten Teil der Geschichte: Das erste Mal war es ein Versuch oder eine Mutprobe. Niemand hat sich wirklich überwinden können und Lin hat die Frucht schliesslich alleine verspeist. Beim zweiten Mal war es anders. Auf mein Drängen hin haben wir neulich eine weitere Durian Party veranstaltet. Diesmal hat es allen geschmeckt und es war schliesslich nicht genug Durian für alle da! Der Volksmund hat wohl recht wenn es heisst: "Durian has to grow on you".

Dienstag, Mai 08, 2007

Blog in English

I was asked quite often why my blog is only written in German language. Well, there is a reason... I am Swiss and this is our written national language :-) I tried to implement Babel Fish from Altavista which translates the whole blog into other languages. It seems like the script from Altavista is corrupted though (translation from English into German works properly but not the other way...). I finally implemented a manual version into the blog which requires some adjustments. However, it seems to work and the translation does almost make sense! If you wish to read the blog in another language as German, please click "Blog translation" under "Links" then type into the URL-line http://www.ufdi.blogspot.com and chose your favourite translation!

Montag, Mai 07, 2007

Bye Bye Switzerland

Ich bin am Samstag wieder in Hong Kong angekommen. Die zwei Wochen Ferien in der Schweiz sind wie im Fluge vergangen! Es war so schön - Freunde und Verwandte treffen, Motorrad fahren und Schweizerische Köstlichkeiten vertilgen. Was will man mehr? Leider konnte ich nicht alle Leute besuchen, die ich gerne sehen wollte. Zwei Wochen sind dafür einfach nicht lang genug. Dennoch hat es für viele Besuche gereicht. Neben den Besuchen konnten wir auch Dinge erledigen, die wir schon lange tun wollten. Eines davon ist ein 3-Generationen-Familienfoto in Militärkleidern (im Fotoalbum). Unser Grossvater (91) diente im 2. Weltkrieg im Aktivdienst und hat sich sehr über das Bild gefreut. Mein Dad (Initiant), Onkel und Bruder waren ebenfalls mit von der Partie. Auch konnten wir den Geburtstag meines Bruders und einer Cousine feiern. Nicht zu vergessen den Grillabend für den eigenen "Runden" sowie denjenigen einiger meiner ehemaligen Schulkollegen. Wir konnten uns gegenseitig Mut für den 30. Geburtstag in diesem Jahr zusprechen und den Schockzustand mit einem Bierchen beheben. Am meisten hat mich das schöne, frühlingshafte Wetter gefreut, das die ganzen zwei Wochen über angehalten hat. Zum Baden im Rhein war es zwar noch nicht warm genug, für einen Lesenachmittag wars jedoch perfekt. Der Flug zurück nach Hong Kong verlief problemlos. Nachdem mein Platz doppelt besetzt worden war (das online check-in scheint doch noch nicht ganz ausgereift zu sein...) kam ich schliesslich neben einem jungen St. Galler zu sitzen. Da er vor dem Weiterfliegen nach Neu Seeland einen zweitägigen Aufenthalt in Hong Kong hat, sind wir gestern spontan auf Sightseeing Tour gegangen. Morgen geht es für mich zurück an die Arbeit. Ich mag noch gar nicht darüber nachdenken, was es alles aufzuarbeiten gibt... Vielen Dank allen, die mich zum Weitermachen in Hong Kong ermutigt haben. Nach Ferien in der schönen Schweiz braucht es viel Motivation, um mit Elan wieder in die Arbeit einzusteigen. Auf los gehts los!

Dienstag, April 17, 2007

Schweiz... BALD! (21.4. - 4.5.2007)

Wer hat ihn erkannt? Nein, diesen Turm habe ich nicht in Hong Kong fotografiert... Er steht dort, wo ich die meiste Zeit meines Lebens verbracht habe - im guten alten Schaffhauserland :-) Bald ist es so weit und ich sitze im Flugzeug in Richtung Schweiz. Ich werde diesen Samstag morgens um 6.15 in Zürich ankommen. Sorry Dad, dass Du so früh raus musst :-) Ich freue mich sehr auf diese zwei Wochen. Es ist mein Ziel, viele bekannte Gesichter zu sehen und die gute Schweizer Luft zu geniessen. Was gibt es dazu noch zu sagen? Falls Du gerne mit mir einen Kaffee trinken gehen möchtest und noch kein Termin abgemacht worden ist, kannst Du Dich gerne auf meinem Schweizer Natel 078 743 26 67 melden. Ich hoffe, dass es noch funktioniert :-) Also - bis denne!

Montag, April 09, 2007

Fraser Island

Fraser Island befindet sich an der Ostküste und ist von Noosa aus in wenigen Stunden zu erreichen. Wir haben uns einer geführten Tour angeschlossen, da gewisse Punkte auf der Insel nicht ganz einfach zu erreichen sind. Die schönste Route nordwärts führt dem Strand entlang. Ohne Allradfahrzeug geht dort nicht viel - und selbst mit demselben ist es eine Herausforderung. Wenn der Strand durch umgestürzte Bäume oder Felsen versperrt ist, bleibt nur das Ausweichen ins Meer - und wer tut das seinem Fahrzeug schon freiwillig an!? Nach einer halben Stunde Strandfahrt sind wir dem Wrack der Moheno begegnet. Der Luxusliner sollte in den 30er Jahren zur Entsorgungsstätte geschleppt werden. Unglücklicherweise geriet das Schiff auf seiner letzten Reise in einen Sturm und wurde an Land gespült. Dort ist die Moheno bis heute geblieben. Anfangs wurde sie von der Australischen Armee für Sprengübungen verwendet. Heute ist sie eine Touristenattraktion auf Fraser Island. Die Insel besteht zum grossen Teil aus Regenwald. Einige rare Pflanzen sind nur noch hier zu finden wie z.B. der Riesenfarn. Er wird mehrere Meter hoch und lässt nur einmal in seinem Leben eine Frucht fallen, um sich fortzupflanzen. Interessanterweise gibt nicht viele Tierarten auf der Insel. Vom Schwimmen im Meer wird abgeraten, da es von Haien wimmelt. Dingos sind häufig anzutreffen. Vor diesen wurden wir jedoch gewarnt, nachdem die Woche zuvor ein Kind von Dingos getötet worden war. Die letzte - und schönste - Station war der Lake McKenzie. Einen schöneren Badeort müsste man zuerst erfinden! Der Sand ist weiss, das Wasser süss und absolut klar (oberstes Bild). Dies war der perfekte Ausklang des Tages - Im See sitzend ein Bier trinken! Fraser Island war vermutlich die schönste Etappe auf meiner Australienreise.

Donnerstag, März 22, 2007

Noosa

Australien ist super! Die erste Woche ist leider bereits vorbei... In Sydney angekommen, hat mich Carl vom Flughafen abgeholt und bei sich uebernachten lassen. Die Aussicht war toll! Vom Wohnzimmer aus sieht er direkt auf den Darling Harbour. Am naechsten Tag gings per Inlandflug nach Noosa an der Ostkueste. Daniel & Carine mit Kids Sophie & Joseph haben mir das Land bisher von seiner schoensten Seite gezeigt. Am ersten Tag gings mit dem Boot in die Everglades. Dies war spannend, als das Wasser nur wenige Fuss tief war und wir immer darauf achten mussten, nicht auf Grund zu laufen. Als wir an Land gingen, begegneten wir dieser Eidechse. Wie ich im Laufe der Woche feststellen musste, sind diese recht haeufig anzutreffen. Vielleicht normalerweise nicht ganz so Grosse: Dieses Exemplar war sicher 70 oder 80 cm lang! Die Everglades sind unglaublich. Unberuehrte Natur und Busch, so weit das Auge reicht. Ich habe stets nach Kaenguruhs Ausschau gehalten und schliesslich am selben Tag ein Exemplar vor die Linse gekriegt. Echt niedlich und erstaunlich kraeftig. Die Tage in Noosa sind leider viel zu schnell vorbei gegangen. Einmal war eine Wanderung angesagt, sonst viel Strand und Sonne. Es scheint, als wuerde in Australien Jedermann/-frau fischen. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen! Carine fischt leidenschaftlich gerne. Gefangen haben wir an diesem Tag nichts. Ist vielleicht auch besser so :-)

Samstag, März 03, 2007

Fotoalbum

Endlich habe ich es geschafft, ein Fotoalbum zu eröffnen! Ich werde bei Gelegenheit weitere Bilder raufladen... Ich war etwas gefrustet, dass ich von der Schweizer Gugge an der New Year's Parade 2007 in Hong Kong kein Bild erhaschen konnte. Bei der Durchsicht von Uncle Phil's Blog sprangen mich dann dafür prompt zwei einschlägige Bilder an :-) Der Link zum Fotoalbum befindet sich rechts unter "Links".

Montag, Februar 26, 2007

Welcome to the Year of the Pig!

In Hong Kong hatte ich letzte Woche das Vergnügen, zum zweiten Mal Neujahr zu feiern. Vom kulturellen Hintergrund her ist das Neujahr im Februar für die Chinesen das "richtige" Neujahr und wird im grossen Stil gefeiert. Die Geschäfte schätzen "unser" Neujahr vor allem des Vermarktungspotentials wegen und freuen sich auf gute Umsätze. Wenn es auf das chinesische Neujahr zugeht, beginnt das grosse Schmücken und Dekorieren. Viele Geschäfte sind durchs Jahr hindurch permanent geöffnet. Während des chinesischen Neujahrs jedoch findet man oft verschlossene Türen. Die Festlichkeiten dauern eine bis zwei Wochen. Der chinesische Kalender richtet sich nach Tierzeichen und wiederholt sich alle 12 Jahre. 2007 steht im Zeichen des Schweins. Hauseingänge, Auslagen in Schaufenstern und Werbungen sind nun öfters pink und zeigen Schweine. Für traditionelle Chinesen gilt während dieser Zeit ein spezieller Rhythmus. Einzelne Tage werden alleine zu Hause verbracht, andere mit Reisen oder Familienbesuchen. Auch ein Tag der offenen Tür wird zelebriert, wo unangemeldeter Besuch empfangen wird. Die offiziellen Hong Konger Feierlichkeiten sind eine zweistündige Parade sowie ein Feuerwerk über dem Hafen. Das Feuerwerk ist eine Wucht. Ich habe selten so viele Leute auf einem Haufen gesehen. Die Polizei hat ganze Strassen und die nächsten Untergrundbahneingänge gesperrt, um einen Kollaps des Verkehrsnetzes zu verhindern. Das Wetter war wolkenverhangen; dies bescherte uns gute Plätze ohne stundenlanges Warten. Im Vergleich müssen sich die Neuhauser mit ihrer Rheinfallbeleuchtung am 1. August nicht verstecken. Es war bestimmt etwas pompöser und prächtiger. Verglichen mit der Grösse der Städte (Hong Kong hat so viele Einwohner wie die ganze Schweiz) ist das jedoch ein Pluspunkt für Neuhausen! Die Parade war genial. Neben den ersehnten Drachen und Löwen war auch eine Schweizer Guggenmusik mit von der Partie. Ein Australier war entrüstet über diese Art von Kultur. Dies hat mich zum schmunzeln gebracht :-)

Mittwoch, Januar 17, 2007

Disney mal anders

Der zweite Disneybesuch kam unerwartet. Es begann mit einem Anruf von Sarah, ob ich einem Kollegen helfen könne, ein Skript auf Deutsch zu lernen. Wir trafen uns am selben Abend im Pacific Coffee zum Deutsch lernen. Boyse Holmes ist Amerikaner und Schauspieler. Bis im März ist er im Disneyland Hong Kong als Scar bei der Lion King live Show angestellt. Davor hat er eine kleine Rolle in einem Film mit Morgan Freeman gespielt. Morgan Freeman sei gut drauf und auch Halle Berry habe er schon getroffen. Er will sich nun für Lion King in Hamburg bewerben. Sarah ist Australierin und hat ein paar Jahre Deutsch gelernt. Boyse hat zuvor noch nie Deutsch gesprochen. War das ein Spass - zumindest für mich :-) Boyse hat ziemlich gelitten, ist doch das Skript aus Lion King recht blumig geschrieben. Ich hatte nicht erwartet, dass Worte wie "krabbeln" oder "flüstern" Zungenbrecher sein können. Ich weiss nun, dass sie es sein können :-) Ich habe ihm alle Sätze auf ein Diktiergerät gesprochen, um ihm bei der Aussprache zu helfen. Angestellte bei Disney können Kollegen gratis in den Park mitnehmen. Diese Regelung gefällt mir sehr gut. Eigentlich wollten wir Boyse live spielen sehen. Leider war er allerdings auf standby eingeteilt worden und musste an diesem Tag nicht einspringen. Wir sahen Lion King aus der ersten Reihe. Dank Boyse neben uns kam bestimmt jeder der Schauspieler einmal in unsere Richtung fuer einen Handshake. Der Parkbesuch war toll und wir hatten eine Menge Spass. Im Park stellte Boyse uns Brenda vor, die ebenfalls eine Rolle für Hamburg lernen will. Nunja, auch der Eintritt wollte verdient sein :-) Bei einem weiteren Kaffee beschäftigten wir uns mit ihrem Skript. Dies dauerte allerdings nur eine knappe halbe Stunde. Auch das obligate Feuerwerk um acht Uhr abends über dem Schneewittchen-Schloss durfte nicht verpasst werden. Ich staune immer wieder, dass sie dieses täglich abbrennen. Es ist etwa 10 Minuten lang und wirklich schön. Ich bin gespannt, ob ich wieder mal zum Deutsch lernen angefragt werde :-)

Dienstag, Januar 02, 2007

Guets Neus!

Dass ein Neujahr in Hong Kong anders sein wuerde, habe ich erwartet. Ueber ein paar Dinge habe ich mich aber dennoch gewundert... Das neue Jahr wurde auch hier problemlos erreicht. Ein Unterschied liegt wohl darin, dass zwei Neujahre gefeiert werden. Zum fuer uns ueblichen Neujahr wird das chinesische Neujahr Mitte Februar zelebriert. Wir haben hier die Moeglichkeit auszuwaehlen, ob wir Weihnachten - Neujahr frei moechten oder das Chinesische Neujahr bevorzugen. Ich haette lieber Weihnachten - Neujahr frei gehabt, habe diese Idee dann aber aus Arbeitsgruenden wieder verworfen. Die Neujahrsfeier war schoen und besinnlich. Auch Gaumenschmaus und Rueckblick durften nicht fehlen. Es ist erstaunlich, was ich in 9 Monaten Hong Kong an Eindruecken gewonnen habe. Am Neujahrsmorgen habe ich geholfen, einen Lastwagen zu entladen. Beute: Eine Wohnungseinrichtung inklusive BOSE Soundssystem. Der Empfaenger der Anlage darf sich freuen. Spaeter sind wir dann zu einer Wanderung auf unseren Hausberg aufgebrochen. Ein Weg, der den Namen Weg verdient, besteht nicht. Es handelt sich mehr um einen Trampelpfad, der bei Regen auch als Bachbett dient. Die steile Route ist in etwa 1.5 Stunden zu bezwingen. Erstaunlich war, dass an diesem Neujahrstag um die 25 Grad herrschten und wir beim Wandern zuenftig ins Schwitzen gekommen sind. Spassig war eine Gruppe Chinesen, die auf der selben Route unterwegs waren. Sie kamen uns entgegen, als wir beinahe den Gipfel erreicht hatten. Nach einer Pause mit ausgedehntem Picknick gingen wir wieder talwaerts. Nicht weit entfernt begegneten wir wieder derselben Gruppe und mussten auf dem schmalen Pfad zum Ueberholen ansetzen. Sie waren vom Outfit her schlecht auf die Wanderung eingestellt und kamen nur sehr langsam voran. Als wir unten angekommen waren, befanden sie sich noch immer auf halber Hoehe. Tuepfelchen auf dem i war aber das Wetter. Am Abend habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich bemerkte, dass ich mir den Nacken verbrannt hatte! Lassen wir uns ueberraschen, was das neue Jahr so zu bieten hat!

Donnerstag, Dezember 21, 2006

Efficient-Sightseeing

Letzte Woche hatte ich zum dritten Mal dieses Jahr das Vergnügen, Besuch aus der Schweiz zu begrüssen. Christine verbrachte 6 Wochen in Australien und machte auf dem Rückweg in die Schweiz einen 2tägigen Zwischenstopp in Hong Kong. Der Regen stoppte genau für diese Tage und auch die Temperaturen waren angenehm. Der erste Tag stand im Zeichen von Efficient-Sightseeing. Das schöne an unserer Organisation ist, dass immer ein paar Leute da sind, die Hong Kong erkunden wollen. So brauchten wir Hamish aus Neu Seeland nicht lange zum Mitkommen zu überreden. Der Morgen begann mit meinem bevorzugten Ziel, dem Stanley Market. Nach dem Mittagessen folgte Aberdeen mit gediegener Bootsfahrt. Von Aeberdeen aus nahmen wir eine Fähre zum Central, wo die 800m lange Rolltreppe hinauf in die Midlevels startet. Auf etwa halber Höhe der Rolltreppe war ein Besuch im Krispy Kreme Doughnut-Shop angesagt. Nächstes Ziel war der zoologische Garten, gefolgt von einem Drink am Fusse des Lippo-Towers. Um 8 Uhr abends betrachteten wir die Lichtshow am Central, bei der die Häuser der Skyline einzeln vorgestellt und im Takte von klassischer Musik beleuchtet werden. Letzte Station war der Nachtmarkt an der Temple Street, den kein Besucher verpassen darf, gefolgt von einer (meiner Meinung nach) kultigen Heimfahrt in einem der roten Minibusse. Sowohl Reisegeschwindigkeit als auch Unterhaltungsmusik sind je nach Fahrer (oder Laune des Fahrers) unterschiedlich. Die Busse werden auf privater Basis betrieben und operieren äusserst umsatzorientiert. Brüske Stopps an unübersichtlichen Orten oder kurze Wartezeiten am Strassenrand sind üblich, sofern ein paar Dollar dazuverdient werden können. Ich werde wohl nie die eine Fahrt vor etwa einem Monat vergessen, wo ich in einem solchen Bus im Schneckentempo mit laut schriekenden Bee Gee's Songs nach Kowloon gefahren wurde. Der zweite Tag stand im Zeichen der Insel Lantau Island, die zum wandern, lecker essen und ausspannen einlädt. Wir haben in kurzer Zeit viel gesehen und hatten eine gute Zeit. Vielen Dank für den Besuch!

Mittwoch, Dezember 06, 2006

Einbruch

Solange die Zahl positiver Geschehnisse ueberwiegt, kann auch mal ein Rueckschlag verkraftet werden. Aber schoen der Reihe nach. Am Samstag hatte ich das Vergnuegen, mit unserem Fair-Trade Verkaufsladen an einer Schulmesse mit dabei zu sein. Bei der Schule handelt es sich um die German Swiss International School - wieso ich dafuer auserkoren wurde, laesst sich schnell erahnen :-) Die Messe war gut - sowohl die Umsaetze als auch die Verpflegung (Bratwurst, Raclette und Bier) haben gestimmt. Der zweite Lichtblick ist Tim Smith, der in 4 Monaten mit dem Velo von London nach Hong Kong geradelt ist. Er kam am letzten Montag bei uns an. Um die 8370 Km gebuehrend zu feiern, hat sich unsere Jogginggruppe entschlossen, ihn auf der letzten Etappe zu begleiten. Ziel war unser Standort, wo Reporter von 3 Tageszeitungen auf seine Ankunft warteten. Heute ist zudem ein Liveinterview im Fernsehen angesagt. Die Velotour hat Spass gemacht und ich bin in der Zeitung beinahe zu erkennen. Ich hatte das Vergnuegen, in unserer Formation in zweiter Position zu fahren. Nur hat Tim mich auf dem Zielfoto verdeckt... Doh! Als der Velozauber zu Ende war, haben wir die Bescherung entdeckt: Der Save in meinem Buero war aufgebrochen worden. Zudem wurde ein (leider brandneuer) Laptop gestolen. Die Diebe sind mit groben Geraet an die Sache gegangen. Da der Save ziemlich voll ist (leider mehr mit Papierkram als mit Spenden) wanderte der Umsatz von der Schulmesse ins erste Fach und fiel den Dieben zum Opfer. Nachdem uns die Polizei befragt hat und Fingerabdruecke genommen hat, musste ich noch meine Fingerabdruecke geben. Gluecklicherweise nur fuer den Vergleich. War eine witzige und zugleich interessante Erfahrung. Glueck im Umglueck kann man sagen - haetten die Gauner das rechte Fach geknackt, waeren sie an unser ganzes Bares gekommen und haetten nicht nur den Trostpreis erhalten. Dies ist meine kleine Genugtuung :-)

Mittwoch, November 22, 2006

Besuch!

Freude herrschte, als sie auf dem Flughafen ankamen und vergeben die Verspätung, die uns ein platter Reifen auf der Autobahnbrücke beschert hatte. Die sogleich neben dem Auto erschienenen Sicherheitsleute wollten uns gebührenpflichtig von der Brücke entfernen. Nach gutem Zureden liessen sie uns den Reifen vor Ort wechseln. Nein, besser! Sie wechselten den Reifen für uns und verzichteten auf die Gebühr. Das ist ein beachtlicher Service public! Das Ferienprogramm war dicht und keine Sehenswürdigkeit wurde ausgelassen. Am Montagabend war Raclette für 12 Personen angesagt. Mit nur einem Ofen wurde es ein gemütlicher Abend. Viele hier kennen Raclette und Fondue nur vom Hörensagen. Mit Original Schweizer Käse aus Mutter's Gepäck machte es doppelt Spass! Auch die mitgebrachte Schokolade findet reissenden Absatz. Das erste Bild ist in Aberdeen entstanden, wo wir auf einer gemütlichen Sampanrundfahrt im Hafen unterwegs waren. Der Preis für die halbstündige Fahrt ist Verhandlungssache und für Touristen viel zu hoch angesetzt. Nach einigem Handeln und über 100% Rabatt gings schliesslich los. Von Aberdeen aus nahmen wir dann die Fähre nach Lamma Island. Das zweite Bild zeigt die Jungs in Macau vor der St. Pauls Kirche, oder, was von ihr übrig geblieben ist. Ein Feuer hat vor langer Zeit den grössten Teil der Kirche zerstört. Auch Ziele wie Stanley, Victoria Peak, Central, Kowloon, Lantau Island und Tuen Mun standen auf dem Programm. Obwohl ich schon einige der Ausflugsziele gsehen habe, war es schön, nochmals hinzugehen. Die Temperaturen waren für Hong Kong angenehm, wenn auch für Schweizer Verhältnisse immer noch schön warm bis heiss. Besonders hat es mich gefreut, das halb eingerostete Schweizerdeutsch wieder einmal gebrauchen zu können. Danke für den Besuch! Das nächste Wiedersehen wird vermutlich erst wieder in der Schweiz sein...

Freitag, Oktober 27, 2006

Stanley

Stanley Market ist mein liebstes Ziel in Hong Kong. Da ich dies von Zeit zu Zeit erwaehne, wollte man mir schon den Uebernamen Stanley geben. Zum Glueck ist es beim Wollen geblieben :-) Stanley ist bekannt fuer guenstiges Shopping sowie (bei unseren Leuten) fuer das deutsche Restaurant "King Ludwig Beerhall" mit urchiger Oktoberfestmusik und Bier. Auf der Karte ist sogar Appenzeller Quoellfrisch zu finden; leider war es bei unserem Besuch ausverkauft. Die Fahrt nach Stanley betraegt knapp zwei Stunden und ist fuer sich ein Erlebnis. Vom Central aus windet sich eine erstaunlich kurvige Strasse den Huegel hinauf. Der Doppelstoeckerbus meistert das zuegig und problemlos. Auf dem Weg dorthin ziert ein Feng-Shui Gebaeude den Strassenrand. Das Loch in der Mitte wurde fuer den Drachen, der angeblich im Berg dahinter lebt, konstruiert. Er habe damit weiterhin freie Sicht auf das Meer und koenne bei Bedarf durch das Loch durchfliegen. Dies halte ihn bei Laune. Drache hin oder her, das Gebaeude ist sehenswert! Beim Stoebern in den kleinen Gaesschen hat uns der Herr auf dem unteren Bild in eine interessante Diskussion verwickelt. Er hat uns auf die Gefahren des Materialismus aufmerksam gemacht und uns gebeten, unser Leben sinnvoll uns nicht nur zur Befriedigung unseres Egos einzusetzen. Diese Aufforderung war fuer uns insofern witzig, als er es mit 6 Leuten eines Hilfswerks zu tun hatte, die ohne Lohn arbeiten. Nach einem Strandbesuch, gediegenem Mittagessen im indischen Restaurant, ausgedehntem Shoppingstreifzug und anschliessendem gemuetlichem Abendbier im King Ludwig (die Aussicht auf den Hafen bei gediegener deutscher Schunkel- und Marschmusik ist ein Erlebnis!) machten wir uns schliesslich wieder auf den Heimweg. Besonderer Aufsteller am Abend war fuer mich die Aussage eines Amerikaners, der Stanley zum ersten Mal gesehen hat. Er hat gemeint, dass er nun verstehe, warum der Stanley Market mein liebster Ausflugsort sei. Danke, Ian! Leider wird er uns am Montag verlassen. Nach reiflicher Ueberlegung ist er aber zum Schluss gekommen, dass er in zwei oder drei Monaten wieder nach Hong Kong kommt! Freude herrscht!

Dienstag, Oktober 10, 2006

Tagaytay

Letzte Woche besuchten wir eine Konferenz auf den Philippinen. Die Phillipinen sind knapp zwei Flugstunden von Hong Kong entfernt und ein krasser Gegensatz zu Hong Kong und der Schweiz. Von Manila bis Tagaytay sinds nochmals zwei Busstunden. Busstunden sind relativ; der Verkehr in Manila ist extrem zäh. Neben dem Flughafen erstreckt sich ein grosses Slumgebiet, jemand sprach vom zweitgrössten der Welt. Die Armut ist offensichtlich und nach Gesprächen mit Philippinos hat sich der Eindruck bestätigt. Viele versuchen ihr Glück in Hong Kong. Ich habe von einer Frau gehört, die ihren Job als Buchhalterin auf den Philippinen aufgegeben hat um als Haushaltshilfe in Hong Kong zu arbeiten. Sie verdient dort viel mehr. Oft wird ein grosser Teil nach Hause geschickt, damit die Kinder ausgebildet und ein Haus gebaut oder umgebaut werden kann. Dies wird manchmal aber auch ausgenützt. Jemand hat erzählt, wie der Ehemann das Geld zum Spielen und Trinken verwendet hat und nebenher eine Freundin gehabt hat, während die Ehefrau in Hong Kong Geld verdient hat. Viele sind arbeitslos. Ausbildung ist nicht selbstverständlich und Jobs Mangelware. Die Familien sind meist kinderreich und das Geld knapp. Ein 19jähriger hat mir erzählt, dass er aus finanziellen Gründen mit der Ausbildung warten muss, bis sein älterer Bruder damit fertig ist. Wenn alles gut geht, kann er in ein oder zwei Jahren damit beginnen. Die Konferenz war sensationell: Lehrreich sowie gespickt mit interessanten Leuten und positiven Erfahrungen. Da am Tag vorher ein Taifun vollgas über die Philippinen gefegt war, war zwei Tage lang nur wenig Strom von einem Generator verfügbar. Dies ist Luxus; normalerweise ists einfach dunkel. Geduscht wurde kalt bei Kerzenlicht, kein Strom zum Heizen. Immerhin Wasser. Am Donnerstag Nachmittag war ein Ausflug zum Taal, einem aktiven Vulkan, angesagt. Die Natur ist atemberaubend. Leider machen Terroristen das Land unsicher und behindern den Tourismus. Kulinarischer Höhepunkt war Balut. Balut ist wohl kaum jedermanns Sache. Ich würde es als interessante Erfahrung bezeichnen. Für Details bitte nach Balut googeln :-)

Freitag, September 15, 2006

Disneyland

Disneyland Hong Kong ist amuesant. Vor einer Woche haben wir unseren freien Montag dort verbracht. Am besten vor dem Betreten den Kindermodus einschalten und los gehts... Es ist erstaunlich, wie viel Wert aufs Details gelegt wird. Es beginnt damit, dass das Disneyworld eine eigene Undergrundbahnlinie erhalten hat. Beim Betreten des Zuges faellt auf, dass die Zugfenster und Haltegriffe in Mickeyform konstruiert wurden. Ueberall im Park sind Lautsprecher angebracht und an jeder Ecke ist Disneymusik zu hoeren. Auf der Hauptstrasse fahren wenige alte Autos und Busse herum und eine Acapella-Gruppe im Stile der 30er Jahre hat die Leute unterhalten. Echt gelungen. Einen Vergleich zum uns Schweizern wohlbekannten Europapark kann ich mir nicht verkneifen: Eine gewisse bis grosse Aehnlichkeit ist nicht zu leugnen. Waehrend der Europapark jedoch meiner Meinung nach mehr Wert auf Achterbahnen legt, machts Disney mit Ambiance und Liveperformances. Die Liveshow von 'Lion King' ist echt sehenswert und die am Nachmittag abgehaltene Disneyparade ist gute Unterhaltung. Spektakulaer ist das Schloss von Schneewittchen. Jeden Abend nach Einbruch der Dunkelheit wird ein Feuerwerk rund um das Schloss abgefeuert, mit Licht- und Musikunterstuetzung. An 'ooh' und 'aah' Rufen hat es nicht gemangelt und das mit recht. Es war ein gelungener Ausflug, der wiederholt werden sollte. Es ist jedoch nicht nur die Atmosphaehre, die einen schoenen Tag beschert. Die Begleitung macht den groessten Teil aus. Als Gruppe von sechs Leuten aus ebensovielen verschiedenen Laendern mangelt es selten an Gespraechsstoff. Besonders interessant sind die kleinen kulturellen Feinheiten. Dies jedoch mehr in Bezug auf die Hong Konger Bevoelkerung. In Hong Kong ist es ueblich, auf Bildern breit grinsend mit dem Victoryzeichen zu posieren. Dies ist nicht nur fuer Schweizer Verhaeltnisse witzig, auch in Neu Seeland, Suedafrika, Frankreich, Kasachstan und England findet man das herzig.

Freitag, September 01, 2006

Den Armutszyklus durchbrechen

In Zambia herrscht Armut. In Ndola beispielsweise sind 85% der Bevoelkerung arbeitslos. Als die Kupferminen privatisiert wurden, verloren Tausende ihre Jobs. In vielen Kulturen bedeutet Arbeit zu haben nicht nur Essen und Wohnen. Es geht vielmehr um Wuerde, Hoffnung und Lebensinhalt. Eine so hohe Arbeitslosigkeit hat enorme soziale und wirtschaftliche Konsequenzen. Vielerorts gibt es keine Sozialversicherungen oder sie greifen nicht. Um nicht zu verhungern, greifen einige zu teils grotesken Mitteln. In der Umgebung von Ndola werden nachts manchmal frische Graeber gepluendert, um an die neuen Anzuege zu gelangen, in denen die Toten bestattet wurden. Diese werden dann zu einem angemessenen Preis verkauft. Solche Geschehnisse zeugen von grossen gesellschaftlichen Problemen und Hoffnungslosigkeit. Vor einiger Zeit bat uns eine Organisation aus dieser Stadt um Hilfe. Sie haben sich zur Aufgabe gemacht, Arbeitslose in prekaeren Verhaeltnissen beruflich auszubilden und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Sie baten uns um Geraete wie Werkzeuge, Werkbaenke, Naehmaschinen, Computer usw. Viele dieser gebrauchten Dinge moegen bei uns als ausrangiert und ueberholt gelten. In Staedten wie Ndola haben sie jedoch das Potenzial, Leute aus der Armut herauszufuehren. Einige Zeit spaeter verliess ein Container Hong Kong in Richtung Zambia. Wie wertvoll diese Lieferung fuer die Empfaenger war, zeigt ein Auszug der Antwort, die wir einige Wochen spaeter erhalten haben: "For you, this might have been another container needing packing. For us, it has been a life changing container... On behalf of all the beneficiaries in Zambia, I thank you a million times."

Sonntag, August 20, 2006

LAN Games

Ein bisschen Spass muss sein... Auch in Hong Kong kehrt irgendwann Routine ein und die Arbeitstage beginnen sich zu wiederholen. Da tut eine ausgedehnte Gamesession doppelt gut! Zu meinem Bedauern sind diese Events etwas spaerlich gesaet - immerhin werden diese so nicht zur Routine! Die Internetabteilung bietet ideale Voraussetzungen fuer's LAN Gamen. Bei einem Grossandrang werden zusaetzlich Laptops installiert. Der bisherige Teilnehmerrekord liegt bei 12 Personen. Snacks, Fastfood und vorwiegend aus maennlichen Hirnwindungen entsprungener Schabernack (wer haette das gedacht...) sorgen fuer abendfuellende Unterhaltung. Es duerfte sich von selbst verstehen, dass die fast taeglich Nachtschicht arbeitenden Personen freiwillig einen Abend frei nehmen, wenn eine LAN Session angekuendigt ist. Ich muss gestehen, ich wuerde dann auch nicht arbeiten wollen. Unsere Bedenken dabei sind von ganz anderer Natur. Uns wird es mulmig, wenn einer unserer Portugiesen mit von der Partie ist (nein, es ist nicht einer der Herren auf dem Bild). Computerspiele sind seine Leidenschaft und es vergeht kaum ein Abend, an dem er nicht trainiert. Zwar sind die Chancen auf einen Sieg gut, wenn man in seiner Gruppe mitzockt. Meistens werden die Gruppen bei seinem Erscheinen aber so verteilt, dass das gegnerische Team zwei oder drei Personen zusaetzlich erhaelt. Fuer Fairness wird auch hier gesorgt. Vielleicht sollte noch folgendes erwaehnt werden: Es besteht durchaus die Moeglichkeit, sich von extern bei einer Gamesession einzuklinken. Bei Interesse einfach melden :-)