Mittwoch, Januar 30, 2008

Ferien in der Schweiz geplant!

Das kann doch nicht sein... sind die letzten Ferien in der Schweiz schon wieder ein Jahr her? Das vergangene Jahr war von vielen guten Dingen gepraegt - und erstaunlich kurz dazu! Dies ist mir einmal mehr bewusst geworden, nachdem der Flug gebucht war. Wann werde ich in der Schweiz sein? Vom 11. bis 30. Maerz 2008. Ich freue mich sehr auf die Schweiz und bin ueberzeugt, wie im letzten Jahr viele Freunde und Verwandte zu treffen. Jedesmal stellt sich fuer mich dieselbe Frage: Was hat sich veraendert und wie wird mich der Aufenthalt praegen? Werde ich mich wieder voller Elan nach Hong Kong stuerzen oder ist eine erneute bewusste Entscheidung noetig, um weiter im Osten zu buchhalten? Die Antwort auf diese Frage ist simpel. Wir werden sehen! Dies ist Teil des Funs und kann nicht im voraus geplant werden. Nach zwei Jahren Hong Kong stechen die Veraenderungen zu Hause immer mehr hervor. Gruenflaechen sind ploetzlich verbaut, Kollegen haben die Arbeitsstelle gewechselt und auch in der Politik tut sich einiges. Zum Glueck gibt es Zeitungen online, um das Geschehen ein wenig aus der Ferne mit zu verfolgen. Schoen ist auch immer, Nachwuchs zu besuchen, der vor der Abreise noch nicht da war. Heimat bleibt Heimat, wie lange man auch anderswo weilt! Es gibt zwar Veraenderungen, der Grossteil bleibt jedoch bestaendig. Die Bestaendigkeit ist wohl das Gut, an dem sich Auslandschweizer laben und die fuer sie Heimat bedeuten. Hong Kong ist eine Stadt, in der es sich gut leben laesst. Sie wird fuer mich jedoch nie die Schweiz ersetzen koennen. Das muss sie gluecklicherweise auch nicht! Zurueck zum Thema Ferien: Ich werde wohl schon bald mit der Terminplanung anfangen. Wenn Du im Maerz mit mir abmachen moechtest, melde Dich doch bitte. Dies vereinfacht nicht nur meine Planung; ich freue mich auch immer, von Familie, Freunden und Bekannten zu hoeren! Ich werde einige Personen direkt anpeilen, werde aber aus zeitlichen Restriktionen wohl nicht mit allen Leuten abmachen koennen, die ich gerne treffen wuerde. Spannend wird die Zeit auf jeden Fall - Let's stay tuned!

Donnerstag, Januar 17, 2008

Tapetenwechsel

Manchmal hat es Vorteile, wenn Freunde auf Reisen gehen. Diese Regel gilt besonders dann, wenn sie einem anbieten, fuer sechs Wochen in ihre Wohnung zu zuegeln! Als Familie mit Kindern ist man bei unser Organisation im Bereich Wohnen privilegiert. Anstelle von einem Zimmer in einer kleineren 3-Zimmer Wohnung sind die Familienwohnungen flaechenmaessig um einiges groesser und haben 4 Zimmer. Ich hatte das Privileg, Anfang Dezember in eine solche Wohnung zu zuegeln und fuer ein paar Wochen mehr Flaeche und Ruhe geniessen zu koennen! Die Wohnung ist etwa flaechengleich mit der Wohnung in St. Gallen, die ich vor dem Wegzug nach Hong Kong zusammen mit Urs gemietet hatte. Wie schnell vergisst man ein solches Privileg! Dies nicht nur, weil Urs ein super WG Kollege war. In Hong Kong ist alles ein wenig kleiner als in der Schweiz. Dies betrifft auch die Wohnungen. Die Stadt ist flaechenmaessig 40 mal kleiner als die Schweiz, hat jedoch die gleiche Einwohnerzahl. Dieser Faktor schlaegt sich auf die Wohnungsmietpreise nieder. Viele Hong Konger Familien wohnen mit ein oder zwei Kindern in einer 2.5 oder 3 Zimmerwohnung und erachten das als normal. Wie sind wir doch verwoehnt! Leider neigen sich meine beschriebenen 6 Wochen bereits wieder dem Ende zu, Dan & Carine kommen naechste Woche wieder nach Hong Kong. Ich freue mich sehr, sie wieder zu sehen. Auf der anderen Seite heisst das aber auch, meinen ganzen Kram wieder 200m oestlich in mein Zimmer zu zuegeln und die Bude hier auf Hochglanz zu bringen. Man(n) will ja nicht in Verlegenheit geraten :-) Ich weiss nun, was ich zu tun habe: Die Ruhe in der naechsten Woche nochmals in vollen Zuegen zu geniessen!

Sonntag, Januar 06, 2008

Kultureller Austausch

Bisher hat der kulturelle Austausch eher einseitig stattgefunden, da ich mich in Hong Kong primaer an lokaler Verkoestigung versucht habe. Mein Beitrag zur Verbreitung von Schweizer Tradition bestand bisher aus Schokolade, Roesti und Raclette. Nie vergessen werde ich die Story, als ich zum 1. August ein Zuercher Geschnetzeltes mit Roesti gekocht habe und unsere Franzoesin erfreut ausgerufen hat: "Oh, du boeuf avec des champignons a la creme avec des Crepes aux pommes de terre! La recette de ma grande-mere"! Was will man dazu noch sagen? Nach anfaenglicher Diskussion haben wir uns schliesslich darauf geeinigt, dass gewisse Rezepte vielerorts gekocht werden und die Herkunft keine Rolle spielt, solange das Resultat geniessbar ist! Beim Raclette um die Weihnachtszeit haben wir dann auch gar nicht angefangen zu diskutieren, aber einmal mehr ueber die Geschichte vom 1. August gelacht. Gluecklicherweise (danke!!) haben mein Dad und Hansueli einen halben Koffer voll Koestlichkeiten importiert. Objekt der Ueberraschung war ein in unserer Familie traditioneller Geburtstagsgugelhopf von meiner Mutter. Damit hat sie sich selber uebertroffen! Er hat unbeschaedigt sowohl den check-in als auch den Flug ueberstanden und war koestlich. Der weit gereiste Raclettekaese fiel dem Weihnachtsraclette zum Opfer und auch die Schokolade fand reissenden Absatz. Es ist immer wieder witzig, Neulingen zu zeigen, wie Raclette gegessen wird. Ob typisch schweizerisch oder nicht - dies ist kultureller Austausch in seiner leckersten Form!

Montag, Dezember 24, 2007

Alle Jahre wieder...

Ich wuensche frohe und besinnliche Weihnachten! Dies sind fuer mich bereits die zweiten Weihnachten in Hong Kong. Der Englische Einfluss ist kaum zu uebersehen, viele feiern sowohl die westlichen als auch die chinesischen Feiertage. Meist sind es die chinesischen Geschaefte, die nur eine Woche ueber das chinesische Neujahr im Februar die Tueren schliessen. Nochmals die Weihnachten in Hong Kong zu verbringen, ist selbst fuer mich eine Ueberraschung. Dies war nicht geplant! Verschiedene Faktoren haben schliesslich dazu gefuehrt. Zum einen haette unser Werk ein grosses Problem gehabt, wenn ich waehrend des Jahres unsere Buchhaltung im Stich gelassen haette. Im Nachhinein weiss ich, dass niemand diese haette machen koennen oder bereit gewesen waere, dies ehrenamtlich zu tun. Dies ist ein Grund, dass es mir richtig schien, laenger zu bleiben. Ab Januar werde ich laengerfristig Hilfe in der Buchhaltung erhalten. Dies sollte mir erlauben, die Buchhaltung zu ueberwachen und in andere Gebiete wie Projekte einzusteigen. Ich bin momentan in ein Projekt involviert, mache das aber nur nebenher. Mir gefallen die Stadt und die Leute wirklich gut. Im Vergleich zur Schweiz scheinen vor allem die Jungen viel anstaendiger und disziplinierter zu sein. Dies ist grossartig! Man sieht nicht viel Gepoebel und das Polizeiaufgebot ist gross. Nicht umsonst gilt Hong Kong als sichere Stadt. Ich bin in einer christlichen Gemeinde aktiv, mit der ich mich identifizieren kann. Ein kuerzlich gestartetes Projekt zielt auf den Aufbau von Kontakten mit Studenten vom chinesischen Festland, die in Hong Kong studieren. Wir bieten englische Konversationsabende an. Mein erstes Jahr in Hong Kong war primaer die Zeit, die ich brauchte, um mich einzuleben und mit den Leuten und der riesen Stadt klarzukommen. Dies ging fuer mich als Schweizer vom Lande nicht von heute auf morgen. In der Zwischenzeit fuehle ich mich hier zu Hause; nur an den Smog und die schlechte Luft werde ich mich wohl kaum gewoehnen koennen. Wir sind rund 60 Vollzeitmitarbeiter in unserer Organisation und koennten nochmals 20 brauchen. Wir arbeiten und leben auf einer ehemaligen Militaerbasis. Wir bezeichnen uns als Familie; wenn ich so darueber nachdenke, muss ich sagen, dass wir das auch sind. Knapp die Haelfte sind Australier; der Rest auf etwa 20 Nationen verteilt. Der deutschsprachige Raum ist mit mir und Lisa, einer Deutschen, vertreten. Ich erwaege stets den Zeitpunkt, wann ich in die Schweiz zurueckkehren soll. Ich will mich in dieser Frage fuehren lassen und bleibe wachsam, um diesen nicht zu verpassen. Eines ist sicher: Ich weiss, dass er noch nicht gekommen ist! In der Zwischenzeit geniesse ich die Weihnachtszeit und denke - abseits von Geschenken und Einkaufsstress - ueber den wahren Sinn von Weihnachten nach. Frohe Weihnachten Euch allen!

Samstag, Dezember 15, 2007

Besuch aus der Schweiz

Mitte November kamen mein Vater und Hansueli (wir kennen uns von frueher) auf dem Flughafen an. Sie nahmen sich zwei Wochen Zeit, um Hong Kong und unser Werk kennen zu lernen. Dies hat mich sehr gefreut und motiviert, meinem Besuch eine Woche lang die schoensten Flecken der Stadt zu zeigen. Ihre Anpassungs- und Experimentierfreudigkeit hat mich ueberrascht und wir hatten eine grossartige Zeit zusammen. Am ersten Tag gingen wir Dim Sum essen und ich erlaubte mir den Spass, unter anderem Huehnerfuesse zu bestellen. Zugegeben, ich mag sie auch nach mehrmaligem Probieren noch nicht besonders gern - sie sind jedoch in der traditionellen Hong Konger Kultur verankert. Grundsaetzlich werden alle Teile der Tiere verspiesen. Beim Schwein sind dies auch die Ohren oder der Darm. Gluecklicherweise gibt es auch Teile des Tiers, die mir schmecken. Ein Besuch im Frischfleischmarkt um die Ecke durfte nicht fehlen. Dort springen Fische und Krustentiere auf den Tischen herum, Huehner warten in Kaefigen auf einen Kaeufer und Froesche sowie Schildkroeten sind in Netzen gestapelt. Was auch immer der Schweizer Tierschutz zur Tierhaltung sagen wuerde - frisch sind die Produkte auf jeden Fall! Die Temperaturen im November waren erstaunlich kuehl - meiner Ansicht nach zu kuehl. Ich habe oefters eine Jacke getragen und Nachts den Heizofen angeworfen. Dies hat ein komisches Bild von Hong Kong vermittelt, da es haeufiger schwuehl schwitzig heiss als froestelnd kalt ist. Wir haben taeglich Touren unternommen und sind manchen Kilometer marschiert. Die oeffentlichen Verkehrsmittel sind zwar sehr gut organisiert, viele Orte und Sehenswuerdigkeiten jedoch besser zu Fuss erreichbar. Lamma Island war ebenfalls auf der Tourenliste. Neben dem Ueberqueren der Insel und einer Schifffahrt ergab sich auch ein Strandbesuch. Zum Schwimmen war es jedoch zu kalt. Witzig war unser mehrmaliger Versuch, die abendliche Lichtshow am Star Ferry Pier zu sehen. Dies hat schliesslich beim vierten Versuch geklappt. Spontane Aenderungen im Tagesprogramm oder Stau haben uns stets einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Besuch zeigte sich von unserer Organisation beeindruckt. Aus der Naehe sieht das Werk einiges groesser aus, als sich das die meisten vom Gehoerten vorstellen. Die Bilanz der zwei Wochen war sehr positiv. Wir haben viel gesehen und ausgetauscht. Viele der Gespraeche starteten auf Grund der Arbeit hier oder unserer nicht alltaeglichen Betriebsphilosophie. Woche fuer Woche verlassen in Hong Kong gespendete Gueter im Volumen eines Containers unser Areal, um Armut in Hong Kong und Drittweltlaendern zu bekaempfen. Geblieben sind viele Bilder (die ich bald raufladen werde) und schoene Errinnerungen. Danke fuer den Besuch und bis hoffentlich bald mal wieder!

Sonntag, November 11, 2007

Tierisch...

Wir hatten kuerzlich Besuch besonderer Art. Ich habe davon gehoert, dass Affen auf unserem Areal leben sollen - gesehen hatte ich bisher jedoch noch keinen. Sie sollen ziemlich aggressiv sein und von naeherem Kontakt wird wegen Bissen und Kratzern abgeraten. Was der Affe genau vor dem Buerogebaeude suchte, wissen wir nicht. Es schien ihm jedoch zu gefallen! Er war die Attraktion des Tages. Dies schien ihn jedoch nicht besonders zu beeindrucken. Obwohl eine Schar von Leuten ihn beim Sitzen auf dem Baum beobachtete, schaute er nur gelangweilt um sich... Dies ist eines der Dinge, die mich an Hong Kong faszinieren. In den letzten paar Wochen haben wir auch vermehrt Schlangen auf dem Areal gefunden. Waehrend eine schwarze Babykobra kuerzlich fuer Aufregung sorgte (jeder wunderte sich, ob sich die Mutter in der Naehe aufhaelt?) war es letzte Woche eine kleine gruene Baumschlange. Einer unserer Mitarbeiter fand diese in einer Kartonschachtel im Packraum fuer elektrische Geraete. Die grasgruene 2 Meter Version war kurz zuvor hinter einem der Gebaeude gesichtet worden. Ein Freund hielt sie fuer einen Besenstil und wollte gerade nach ihr greifen, als er den Irrtum bemerkte. Vorfaelle wie diese halten uns auf Trab und sind mit dafuer verantwortlich, dass mir Hong Kong auch nach 1.5 Jahren immer noch saumaessig gut gefaellt! :-)

Montag, November 05, 2007

38.12%

Eigentlich wollte ich schon länger einen Post über meinen 30. Geburtstag schreiben. 30 wird man nicht alle Tage und das ist auch gut so. Neben einigen Kondolenzen und Grinsern kombiniert mit Augenzwinkern durfte ich viel Schönes erleben. 30 werden tut nicht weh und ändert nicht viel im Alltag. Nach dem Konsultieren der offiziellen Schweizer Sterbetafeln 2005 darf ich davon ausgehen, 38.12% meines Lebens bereits hinter mich gebracht zu haben, davon 1.9% in Hong Kong. Klingt interessant, nicht? Ich wurde am Geburtstag zünftig verwöhnt. Die gesamte Mannschaft hat am Morgen ein Ständchen gesungen und später haben sie mich bekucht. Am Nachmittag wurde ich unter einem Vorwand in unser Cafe gelockt, wo dann gefeiert wurde. Am Abend organisierten ein paar Freunde schliesslich noch ein Nachtessen. Dies war ein Aufsteller! Brot wird in Hong Kong üblicherweise als Toastbrot verstanden. Dass wir im Westen gerne dunkles Brot haben und dieses statt lampig knusprig sein soll, habe ich hier vermutlich schon jedem einmal erzählt. So habe ich denn auch ein Geburtstagsbrot gekriegt - inklusive Kerzen! Vegemite ist ein Kapital Australischer Herkunft. Der Kampf geht hin und her - während die Aussies auf Vegemite schwören, bevorzugen die Briten Marmite. Meine Präferenz liegt eindeutig bei Vegemite. Eines ist sicher - wenn ich wieder in die Schweiz zurückkomme, wird Vegemite weiterhin gekauft!

Sonntag, Oktober 28, 2007

Trip auf die Philippinen 2007

Einmal mehr wird mir bewusst, wie schnell die Zeit vergeht... ist der letzte Trip auf die Philippinen wirklich schon ein Jahr her? Vor einigen Wochen sind wir erneut auf die Philippinen geflogen. Unsere Gemeinde organisiert dort jedes Jahr eine Konferenz für die lokalen Pastoren. Die Konferenz war umwerfend. Viele gute Inputs, neue Kontakte sowie freudiges Wiedersehen von Freunden. Wir arm das Land ist, wird einem erst bewusst, wenn man Slums sieht oder Lebensgeschichten von Einheimischen hört. Eine Geschichte ist mir besonders nahe gegangen. Ein Freund hat erzählt, dass er dieses Jahr zwar mit dem Studium hat anfangen können, zeitweise aber nicht genug Geld für Lebensmittel zur Verfügung steht. Dazu kommt, dass ein Taifun letztes Jahr das Haus der Familie komplett zerstört hat. Seine positive Lebenshaltung und sein Glaube haben mich beeindruckt! Ich hoffe sehr, ihn nächstes Jahr wieder zu sehen. Die Philippinen gefallen mir sehr gut. Dieses Jahr habe ich an der Konferenz zwei Damen aus der Schweiz und dem Elsass getroffen, die mit ihren Familien auf die Philippinen gezogen sind, um in Hilfswerken zu arbeiten. Wer hätte gedacht, dass ich mein Schweizerdeutsch auf den Philippinen auffrischen könnte? Baluts durften auch dieses Jahr nicht fehlen. Da ich letztes Jahr einen solchen verspiesen habe, konnte ich dieses Jahr ungeniert passen. Sie waren heuer einiges 'reifer' und hätten mehr Überwindung gekostet. Am Donnerstag Nachmittag bestiegen wir den Vulkan Taal. Dieser ist nur mit dem Boot zu erreichen und ein beliebter Aussichtspunkt. Der Aufstieg dauert eine halbe Stunde und ist die Mühe wert. Im Innern des Kraters hat es einen See, aus dem Schwefelschwaden aufsteigen. Auch beim Aufstieg findet man Löcher, aus denen schwefliger Dampf austritt. Wenn ich nächstes Jahr noch in Hong Kong bin, werde ich wieder hingehen!

Montag, Oktober 01, 2007

Doulos Besuch & Lantern Festival

Am letzten Dienstag haben wir die Doulos besucht. Die Doulos ist im Besitz von OM (http://www.om-ch.ch/) und momentan in Hong Kong stationiert. Die Doulos ist vom Alter her mit der Titanic zu vergleichen und wurde uns als 'weltältestes seetüchtiges Hochseeschiff' vorgestellt. Die Farbe halte viel zusammen, wurde uns verraten. Für die Landratte sieht die Doulos tiptop aus und auch inwendig macht sie einen guten Eindruck. Zugegeben, ich war etwas überrascht, dass rund 350 Leute auf dem Schiff leben sollen... Die Doulos ist ein schwimmender Buchladen und fährt die verschiedensten Destinationen an. Die Auswahl an Büchern ist gut und für Schweizer Verhältnisse sind sie günstig. Ich habe mich natürlich gleich eingedeckt! Die Doulos ankert beim Star Ferry Pier und bleibt einen vollen Monat in Hong Kong. Dies ist erstaunlich, als Schiffe normalerweise nur einige Tage dort ankern dürfen. OM macht eine gute Arbeit; dies freut mich daher um so mehr! Gleichentags fand das jährliche Laternenfestival statt. Traditionell werden Mooncakes gegessen und verschenkt sowie Laternen angezündet (http://de.wikipedia.org/wiki/Mondkuchen). Mooncakes sind nicht Jedermann's Sache. Mir schmecken sie jedoch gut. Wir haben die Gelegenheit genutzt und sind nach dem Besuch der Doulos auf Fototour gegangen. Es schien, als war halb Hong Kong an diesem Abend auf den Beinen. Leider haben wir nicht allzu viele Laternen vor die Linse gekriegt. Traditionellerweise gehen Chinesen mit ihren Lampions oder Kerzen ans Wasser oder in Parks. Ich habe gehört, dass bei uns am Meer in den New Territories Hunderte mit Kerzen das Laternenfestival gefeiert haben sollen. Der Abend war rundum gediegen. Wenn sich mal die Möglichkeit ergibt, empfehle ich einen Besuch der OM-Schiffe Doulos oder Logos! Am nächsten Tag habe ich doch tatsächlich nochmals einen Mondkuchen auf den Tisch gekriegt. Mir ist's recht, wenn auch dadurch der Cholesterinspiegel steigen dürfte :-) Gesund sind die Kuchen nicht gerade... Spricht man Hong Kong Leute auf Mondkuchen an, hört man oft, dass sie diese aus Gesundheitsgründen verschmähen. Meistens werden sie sofort weiterverschenkt, da sie nicht allzulange haltbar sind. Man lebt nur einmal und die fettig salzigen Kuchen mit Eidotter in der Mitte gelten als Delikatesse!

Montag, September 03, 2007

Pink Dolphins

Obwohl die Wasser- und Luftverschmutzung in China recht hoch ist, soll es im Meer noch pinkfarbene Delfine haben. In den New Territories gibt es eine Aussichtsplattform, die speziell zum Beobachten dieser Tiere eingerichtet worden ist. Wir wollten uns das nicht entgehen lassen und haben uns auf den Weg dorthin gemacht. Pink ist in Hong Kong kult und allgegenwärtig. Ob Mann, Frau oder Tier: Pinke Kleidung oder Accessoires sind hoch im Kurs. Wir sehen öfters einen pinken Lastwagen mit Plüsch-Interieur auf dem Areal, der Güter anliefert. Wenn er rückwärts fährt, erklingt die Melodie vom rosaroten Panther. Was in der Schweiz unvorstellbar scheint, ist hier cool. 2007 ist im chinesischen Kalender das Jahr des Schweins. Pinke Delfine passen somit gut ins Stadtbild. Doch Spass beiseite: Wieso sind die Delfine pink? Bei Anstrengung passiert ihnen, was uns Menschen auch manchmal blüht: Sie erröten durch den angeregten Blutfluss. Dies lässt die hellhäutigen Tiere pink erscheinen. Wir waren gespannt, ob wir ein solches Tier vor die Linse kriegen würden. Trotz Feldstecher und mühsamem Absuchen des Meeres war leider kein Delfin zu erspähen. Hoffenlich liegt es nur daran, dass sie gerade nicht vor Ort waren. So viel ich weiss, gibt es Bootstouren, bei denen die Wahrscheinlichkeit, Delfine oder Wale zu sehen, bei über 80% liegt. Vielleicht sollten wir nächstes Mal einen solchen Trip buchen. Unsere Wanderung mit Picknick war auch ohne Delfine gediegen und brachte eine Menge Spass. Ich musste mir einmal mehr Australien vor Augen rufen, wo wir Delfine vom Boot aus beobachten und fotografieren konnten. Die Tiere sind wirklich faszinierend und für einen Schweizer vom Lande geradezu exotisch. Ich betrachte es als ein Privileg, Delfine in freier Wildbahn zu beobachten. Auch wenn es in Hong Kong für mich bisher nicht geklappt hat, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass sie noch irgendwo sind.

Montag, August 20, 2007

Bowling

Wir haben kürzlich entdeckt, dass sich in unserer Nähe eine Bowlingbahn befindet! Was für eine Überraschung! Bowling scheint in Hong Kong nicht gross Fuss gefasst zu haben. Ein Einheimischer hat gemeint, dass es nur eine Hand voll Anlagen gibt - und das in einer riesen Stadt wie Hong Kong. Wir sind happy, eine solche vor unserer Haustüre zu haben :-) Bereits die Bedienung der Anlage gestaltet sich zum Problem. Was heisst ENTER schon wieder auf chinesisch? Eine Stunde kostet knapp 10 Franken pro Bahn. Da liegt auch etwas pröbeln drin, bis die richtigen Einstellungen gefunden sind. Mein Highlight dort ist der Kaffee. Stark, nicht bitter und on the rocks. Hehe, das errinnert mich doch glatt an eine lustige Story von früher aus den Skiferien... gäll Brüeder :-) Der Kaffee im Dragon Bowling Center ist der beste Weg, den Organismus für's Bowlen auf Touren zu bringen! Ich war zum Glück nicht der einzige Gelegenheitsbowler in der Truppe... ein wenig mehr Übung könnte nicht schaden :-) A propos Übung: Wir haben ein Squashcourt auf dem Areal, das vor einem halben Jahr leider aus Platzgründen als Lagerplatz umfunktioniert worden ist. Im Zuge einiger Umstrukturierungen wurde es nun kürzlich geräumt und steht uns wieder zum Spielen zur Verfügung. Freude herrscht! Ich bin ja nicht wirklich ein Morgenmensch. Letzte Woche haben wir begonnen, uns von Zeit zu Zeit das Aufstehen mit einer Partie Squash zu versüssen. Ich hätte nie gedacht, wie inspirierend Sport am morgen sein kann! Die Dusche und das Frühstück hat man sich danach wirklich verdient. Aber zurück zum Bowling: Das Beste habe ich noch gar nicht erwähnt: Der Weg zur Bowlingbahn führt an einem lokalen Markt vorbei. Wer hätte erwartet, dass die an besagtem Tag gerade Durian im Sortiment führten? Selbstverständlich haben wir einen 'König der Früchte' mit nach Hause genommen und am Abend verspiesen. Einmal Durian - immer Durian!

Montag, Juli 30, 2007

Castle Peak (583 müM)

Beim Joggen sehen wir ihn regelmässig aus der Ferne: Den Castle Peak. Wir wollten schon lange die Aussicht von dort oben betrachten. Letzte Woche machten wir uns schliesslich am früheren Montag Morgen auf den Weg. Von der Tsing Shan Monastery aus führt eine lange und steile Treppe bis auf den Gipfel. Am Fuss des Berges warnt eine Tafel vor den Strapazen und rät nur geübten Wanderern den Aufstieg. Anfangs sind die Treppen geordnet, präpariert und regelmässig. Je weiter hinauf man kommt, desto natürlicher und unregelmässiger werden die Treppen. Nach etwa anderthalb Stunden war der Aufstieg endlich geschafft und wir konnten die Aussicht geniessen. Sie ist wirklich genial! Frustrierend war einzig die Tatsache, dass wir während des Aufstiegs laufend von rüstigen Rentnern überholt wurden. Es ist kaum zu glauben, wie fit manche Leute sind! Endlich oben angekommen, sassen diese bereits friedlich meditierend im Schatten und genossen die Aussicht. Der Radiosender ist (aus der Nähe betrachtet) erstaunlich gross und anscheinend ziemlich kraftvoll. Sorry Dani und Rolf, aus Euch hoffentlich verständlichen Gründen konnten wir keine Empfangsmessungen durchführen. Immerhin zeigt der aufgeführte Link, was gesendet wird :-) Eines ist sicher: Euch hätte es dort oben bestimmt gefallen! Http://radiostationworld.com/Locations/Hong_Kong/Radio.asp

Freitag, Juli 13, 2007

Harbin & Manzhouli

Ich wollte dem chinesischen Festland schon lange einmal einen Besuch abstatten. Dies wurde vor zwei Wochen Wirklichkeit! Zusammen mit einer bunt gemischten Gruppe (inklusive drei SchweizerInnen!) bestiegen wir den Zug gen Norden. Die Langstrecken-Reisezüge sind modern, klimatisiert und sehr sauber. Nach zwei Nächten im Zug kamen wir schliesslich in Harbin an. Harbin ist eine sehr schöne Stadt mit vielen bunten Gebäuden. Die Architektur ist stark russisch geprägt. Viele der Gebäude sind in fröhlichen Farben gehalten und präsentieren ein schönes Stadtbild. Die nächste Etappe unserer Reise war Manzhouli in der Inneren Mongolei. Die Stadt ist eine weitere Nachtreise mit dem Zug entfernt. Wir besuchten unter anderem die russische Grenze und besichtigten eine Jurtensiedlung. Jurten sind traditionelle mongolische Zelte. Die meisten Nicht-Chinesen in Manzhouli sind Russen. Raphael, ein Freund aus Kongo, war der Star schlechthin. Fast stündlich baten Leute um ein Fotoshooting, starrten ihn an oder wollten seine Haut berühren. Ihm hat's Spass gemacht. Die eindrücklichste Szene war wohl, als uns ein junger Chinese auf seinem Motorrad entdeckte. Er fuhr sogleich davon, um zehn Minuten später im Ausgangsoutfit mit einem Freund und den Freundinnen im Schlepptau wieder aufzutauchen. Auf gings zur nächsten Fotosession. Prägend war der Abend in der Jurtensiedlung. Die Einheimischen schlachteten vor unseren Augen ein Lamm, das wir später zum Nachtessen serviert bekamen. Absolut lecker und frischer als frisch. Leider machte uns ein spontaner Sturm das Nachtlager in einer der Jurten streitig; alles war durchnässt. Dafür bot die Szene eine sensationelle Kulisse für Fotos! Einen Tag später gings zurück nach Harbin. Man gewöhnt sich schnell an die Nachtzüge und beginnt, die Zugfahrt zu geniessen. In den offenen 6er Kojen auf 3 Etagen schläfts sich gut, sofern nicht ein Schnarcher gegenüber liegt. Ein Wermutstropfen war die Magenverstimmung, die fast jeden von uns einmal aufsuchte. Sie ereilte mich nach der zweiten Nacht im Reisezug und ich war froh, nach der Zugfahrt wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Die Leute, die wir im Norden getroffen haben, waren äusserst freundlich und freuten sich über den Besuch aus dem Süden. Ein Trip dorthin lohnt sich absolut! Die meisten Leute haben einen einfachen Lebensstil und mir ist einmal mehr aufgegangen, wie privilegiert unser Leben in der Schweiz ist!

Dienstag, Juni 19, 2007

History Museum

Eigentlich wollte ich dem Hong Kong Museum of History schon seit ewiger Zeit einen Besuch abstatten. Heute ist wieder einmal ein offizieller Feiertag und somit Arbeitsfrei - die perfekte Gelegenheit für einen Museumsbesuch! Nach zwei 6-Tage Wochen kommt mir das verlängerte Wochenende mehr als gelegen! Das Museum befindet sich in Tsim Sha Tsui und ist sehenswert. Der Eintrittspreis von CHF 1.50 ist mehr als fair; es wird viel dafür geboten! Das Museum ist in 8 Galerien eingeteilt. Es startet mit der Enstehung der Gebirge und Landschaften. Weiter gehts mit Höhlenbewohnern, Grabfunden und Werkzeugen. Alle paar Stunden wird eine Führung angeboten. Da offensichtlich niemand an der Führung interessiert war (das Museum war zudem fast menschenleer), kriegte ich eine Privatführung. Déjà-Vu! Dasselbe ist mir doch schon in Sydney passiert?! Weitere Themen der Ausstellung sind die verschiedenen Epochen, Lebensstile und Sitten, Industrie, filmisches Schaffen (z. B. Bruce Lee und Jackie Chan) sowie Hong Kongs Besetzung und Rolle im 2. Weltkrieg. Am Besten gefallen mir die Teile über den Opiumkrieg mit England, die Japanische Besetzung und der wirtschaftliche Aufschwung. Bild 3 zeigt, wie die Chinesen ein Vermögen in Form von englischem Opium zerstören. England importierte viele Güter aus China. China war jedoch an englischen Importen nicht interessiert. England baute darum Opium in Indien an und schiffte es nach China, wo es schnell viele Abnehmer fand. Dies war den Chinesen ein Dorn im Auge und Widerstand war vorprogrammiert. England startete den Opiumkrieg, in dem die Chinesen schliesslich unterlagen. Im 2. Weltkrieg hielten die Japaner Teile Chinas besetzt, so auch Hong Kong. Viele wurden in dieser Zeit nach China deportiert. Japan kapitulierte schliesslich 1945 nach den zwei Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Später wurde "Made in Hong Kong" zum Markenzeichen von günstiger Produktion. Hong Kong hat sich in der Zwischenzeit zur Dienstleistungs- und Finanzmetropole entwickelt und zählt gleich viele Einwohner wie die Schweiz. Respekt!

Dienstag, Mai 29, 2007

Abend in Tsim Sha Tsui

Freude herrscht in Hong Kong! Zumindest momentan bei mir. Gründe dafür gibt es viele! Die Vorbereitungen für die Revision der Jahresrechnung sind abgeschlossen. Ab nächstem Montag gilt es ernst und wir werden sehen, wie die Revisoren in Hong Kong vorgehen. Die Buchhaltungsaufgaben in unserer Organisation sind im letzten Jahr stetig gewachsen - nur die Anzahl Hilfen in der Buchhaltung leider nicht. Dies hat sich vor drei Wochen nun geändert! Erstens ist Daniel mit Familie aus Sydney nach Hong Kong zurückgekehrt. Er hat bei den Revisionsvorbereitungen mitgeholfen und bewirkt, dass wir mit den Vorbereitungen sogar schon vor dem Termin fertig geworden sind. Zweitens ist Matt, ein Buchhaltungsstudent aus Amerika, für 3 Monate bei uns im Büro. Er macht ein Praktikum und ist natürlich sehr willkommen :-) Ich bin gespannt, wie sich mein Alltag und Aufgabenbereich durch die Unterstützung verändern wird. Ein weiterer Grund zur Freude ist David aus der Schweiz, der zwei Wochen in Hong Kong verbracht hat. Es ist einfach schoen, sich in seiner Muttersprache unterhalten zu koennen. Besonders im Ausland! Wir haben diese Woche einen abendlichen Streifzug durch Tsim Sha Tsui unternommen. Matt, unser Praktikant, war ebenfalls mit von der Partie. Ziel waren der Nachtmarkt an der Temple Street und sonstige Einkaufsmöglichkeiten. Souvenir Shopping war angesagt. Beim Nachtessen ist mir eine chinesische Eigenart aufgefallen, die ich schon lange einmal bloggen wollte. Während in westlichen Restaurants stets Servietten mit dem Besteck gereicht werden, findet man hier in den kleinen lokalen Restaurants oft eine Rolle Klopapier auf dem Tisch. Dies scheint anfangs vielleicht etwas ungewohnt und bedarf einer gewissen Akklimatisierung. Ich liebe die unkomplizierte Art sehr und muss mir immer wieder vor Augen rufen, dass der simple Weg oft eine gute Alternative ist!

Samstag, Mai 19, 2007

Durian Party

Bald schon wieder vorbei... die Durian Saison! http://de.wikipedia.org/wiki/Durian Was gibt es dazu noch zu sagen? In Malaysia und Thailand sind Durian eine Delikatesse. Auch in Hong Kong werden sie vielerorts angeboten. Lin aus Malaysia hat oft von der Stinkfrucht geschwärmt. Die Durian wird normalerweise beim ersten Verzehr - gelinde ausgedrückt - nicht als wohlschmeckend empfunden. Ich kann dies bestätigen. Wir haben den Geschmack einer reifen Durian als Vanillecrème mit Zwiebeln definiert. Der Odeur eines gereiften Exemplars lässt die Augen tränen oder Leute im Supermarkt umherschnuppern. In Malaysia sind sie in der U-Bahn und in den meisten Hotels nicht erlaubt. Auch dürfen sie nicht als Handgepäck ins Flugzeug mitgenommen werden. Werden Durian im Laden angeboten, bemerkt man das sofort. Das letzte Mal, als wir Durian gekauft haben, habe ich die Verkäuferin gebeten, das Fruchtfleisch in mindestens zwei Plastiksäcke einzupacken. Wir mussten sie in den Bus mitnehmen. Der Geruch ist aber selbst durch die Plastikschichten gedrungen. Aber nun zum guten Teil der Geschichte: Das erste Mal war es ein Versuch oder eine Mutprobe. Niemand hat sich wirklich überwinden können und Lin hat die Frucht schliesslich alleine verspeist. Beim zweiten Mal war es anders. Auf mein Drängen hin haben wir neulich eine weitere Durian Party veranstaltet. Diesmal hat es allen geschmeckt und es war schliesslich nicht genug Durian für alle da! Der Volksmund hat wohl recht wenn es heisst: "Durian has to grow on you".

Dienstag, Mai 08, 2007

Blog in English

I was asked quite often why my blog is only written in German language. Well, there is a reason... I am Swiss and this is our written national language :-) I tried to implement Babel Fish from Altavista which translates the whole blog into other languages. It seems like the script from Altavista is corrupted though (translation from English into German works properly but not the other way...). I finally implemented a manual version into the blog which requires some adjustments. However, it seems to work and the translation does almost make sense! If you wish to read the blog in another language as German, please click "Blog translation" under "Links" then type into the URL-line http://www.ufdi.blogspot.com and chose your favourite translation!

Montag, Mai 07, 2007

Bye Bye Switzerland

Ich bin am Samstag wieder in Hong Kong angekommen. Die zwei Wochen Ferien in der Schweiz sind wie im Fluge vergangen! Es war so schön - Freunde und Verwandte treffen, Motorrad fahren und Schweizerische Köstlichkeiten vertilgen. Was will man mehr? Leider konnte ich nicht alle Leute besuchen, die ich gerne sehen wollte. Zwei Wochen sind dafür einfach nicht lang genug. Dennoch hat es für viele Besuche gereicht. Neben den Besuchen konnten wir auch Dinge erledigen, die wir schon lange tun wollten. Eines davon ist ein 3-Generationen-Familienfoto in Militärkleidern (im Fotoalbum). Unser Grossvater (91) diente im 2. Weltkrieg im Aktivdienst und hat sich sehr über das Bild gefreut. Mein Dad (Initiant), Onkel und Bruder waren ebenfalls mit von der Partie. Auch konnten wir den Geburtstag meines Bruders und einer Cousine feiern. Nicht zu vergessen den Grillabend für den eigenen "Runden" sowie denjenigen einiger meiner ehemaligen Schulkollegen. Wir konnten uns gegenseitig Mut für den 30. Geburtstag in diesem Jahr zusprechen und den Schockzustand mit einem Bierchen beheben. Am meisten hat mich das schöne, frühlingshafte Wetter gefreut, das die ganzen zwei Wochen über angehalten hat. Zum Baden im Rhein war es zwar noch nicht warm genug, für einen Lesenachmittag wars jedoch perfekt. Der Flug zurück nach Hong Kong verlief problemlos. Nachdem mein Platz doppelt besetzt worden war (das online check-in scheint doch noch nicht ganz ausgereift zu sein...) kam ich schliesslich neben einem jungen St. Galler zu sitzen. Da er vor dem Weiterfliegen nach Neu Seeland einen zweitägigen Aufenthalt in Hong Kong hat, sind wir gestern spontan auf Sightseeing Tour gegangen. Morgen geht es für mich zurück an die Arbeit. Ich mag noch gar nicht darüber nachdenken, was es alles aufzuarbeiten gibt... Vielen Dank allen, die mich zum Weitermachen in Hong Kong ermutigt haben. Nach Ferien in der schönen Schweiz braucht es viel Motivation, um mit Elan wieder in die Arbeit einzusteigen. Auf los gehts los!

Dienstag, April 17, 2007

Schweiz... BALD! (21.4. - 4.5.2007)

Wer hat ihn erkannt? Nein, diesen Turm habe ich nicht in Hong Kong fotografiert... Er steht dort, wo ich die meiste Zeit meines Lebens verbracht habe - im guten alten Schaffhauserland :-) Bald ist es so weit und ich sitze im Flugzeug in Richtung Schweiz. Ich werde diesen Samstag morgens um 6.15 in Zürich ankommen. Sorry Dad, dass Du so früh raus musst :-) Ich freue mich sehr auf diese zwei Wochen. Es ist mein Ziel, viele bekannte Gesichter zu sehen und die gute Schweizer Luft zu geniessen. Was gibt es dazu noch zu sagen? Falls Du gerne mit mir einen Kaffee trinken gehen möchtest und noch kein Termin abgemacht worden ist, kannst Du Dich gerne auf meinem Schweizer Natel 078 743 26 67 melden. Ich hoffe, dass es noch funktioniert :-) Also - bis denne!

Montag, April 09, 2007

Fraser Island

Fraser Island befindet sich an der Ostküste und ist von Noosa aus in wenigen Stunden zu erreichen. Wir haben uns einer geführten Tour angeschlossen, da gewisse Punkte auf der Insel nicht ganz einfach zu erreichen sind. Die schönste Route nordwärts führt dem Strand entlang. Ohne Allradfahrzeug geht dort nicht viel - und selbst mit demselben ist es eine Herausforderung. Wenn der Strand durch umgestürzte Bäume oder Felsen versperrt ist, bleibt nur das Ausweichen ins Meer - und wer tut das seinem Fahrzeug schon freiwillig an!? Nach einer halben Stunde Strandfahrt sind wir dem Wrack der Moheno begegnet. Der Luxusliner sollte in den 30er Jahren zur Entsorgungsstätte geschleppt werden. Unglücklicherweise geriet das Schiff auf seiner letzten Reise in einen Sturm und wurde an Land gespült. Dort ist die Moheno bis heute geblieben. Anfangs wurde sie von der Australischen Armee für Sprengübungen verwendet. Heute ist sie eine Touristenattraktion auf Fraser Island. Die Insel besteht zum grossen Teil aus Regenwald. Einige rare Pflanzen sind nur noch hier zu finden wie z.B. der Riesenfarn. Er wird mehrere Meter hoch und lässt nur einmal in seinem Leben eine Frucht fallen, um sich fortzupflanzen. Interessanterweise gibt nicht viele Tierarten auf der Insel. Vom Schwimmen im Meer wird abgeraten, da es von Haien wimmelt. Dingos sind häufig anzutreffen. Vor diesen wurden wir jedoch gewarnt, nachdem die Woche zuvor ein Kind von Dingos getötet worden war. Die letzte - und schönste - Station war der Lake McKenzie. Einen schöneren Badeort müsste man zuerst erfinden! Der Sand ist weiss, das Wasser süss und absolut klar (oberstes Bild). Dies war der perfekte Ausklang des Tages - Im See sitzend ein Bier trinken! Fraser Island war vermutlich die schönste Etappe auf meiner Australienreise.